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Leptogorgia hebes Königsfächer

Leptogorgia hebes wird umgangssprachlich oft als Königsfächer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Harald Ebert

/ GNU General Public License
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Harald Ebert

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16002 
AphiaID:
177819 
Wissenschaftlich:
Leptogorgia hebes 
Umgangssprachlich:
Königsfächer 
Englisch:
Regal Sea Fan 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Malacalcyonacea (Ordnung) > Gorgoniidae (Familie) > Leptogorgia (Gattung) > hebes (Art) 
Erstbestimmung:
Verrill, 1869 
Vorkommen:
Chesapeake Bay, Florida, Golf von Maine, Golf von Mexiko, Kanada Ost-Pazifik, Ostküste USA, West-Atlantik 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
9 - 37 Meter 
Habitate:
Außenriffe / Seewärts gerichtete Riffe, Brackwasser, Felsige, harte Meeresböden, Geröllböden, Meerwasser / Salzwasser 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
4.4°C - 24°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-10-19 14:02:30 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Leptogorgia hebes sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Leptogorgia hebes interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Leptogorgia hebes bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Wir bedanken uns herzlich bei dem Gorgonien-Fachmann Harald Ebert für sein tolles Foto des farbprächtigen Königsfächers Leptogorgia hebes.

Leptogorgia hebes ist eine sehr häufige Art im flachen Meereszonen und kann zusammen mit Titanideum frauenfeldii und Leptogorgia virgulata auf hartem Böden oder in Riffumgebung gefunden werden.
Die Kolonien erreichen eine mäßige Größe und nehmen eine fächerartige Form an, die sich in einer Ebene fiederförmig verzweigt.

Die Art ist getrenntgeschlechtlich, es kommen also männliche und weiblichen Korallen vor.

Empfehlung - die Koralle sollte in einem Artenbecken gepflegt werden.

Fütterung
Die Mehrzahl der Gorgonien besitzen keine Zooxanthellen und leben nicht vom Licht. Die azooxanthellen Gorgonien beherbergen keine symbiotischen Algen, die über Fotosynthese Nährstoffe und Energie produzieren.

Vor der Fütterung sollten die Pumpen abgeschaltet werden. Damit die Gorgonie im Aquarium überlebt, ist eine ausreichende Fütterung jedes einzelnen Polypen notwendig bzw. soweit möglich, d. h. eine tägliche bzw. 3 - 4x pro Woche Fütterung notwendig. Ohne Fütterung wird die Gorgonie im Aquarium nicht überleben. Die Polypen benötigen eine gewisse Zeit um das Futter (Granulat oder Staubfutter (Ultramarin, Cyclop Eeze) oder Frostfutter (Lobstereier, Mysis)) auf zu nehmen, sind Garnelen und Fische vorhanden, werden diese versuchen das Futter zu entziehen, also diese Mitbewohner unbedingt vorher füttern.

Frisch eingesetzte Gorgonienstöcke können mit einem Flüssigfutter, z. B. von PolypLab Polyp, animiert werden, damit sich die einzelnen Polypen öffnen. Erst dann kann eine Fütterung durchgeführt werden.

Je besser die einzelnen Polypen die gereichte Nahrung aufnehmen, desto besser sind die Wachstum- bzw. Vermehrungsraten.

Azoozanthellate Korallen fressen Suspensionen, Meeresschnee, Mikroplankton und andere organische Stoffe, d. h. sie sind ahermatypisch.

Häutung
Gorgonien besitzen eine weiche Gewebeschicht (Coenenchym), die ihre verzweigte, hornartige Skelettachse aus Gorgonin (ein Protein) überzieht. Sie können diese Gewebeschicht abstoßen (=häuten), dafür schließen sie ihre Polypen. Es kann bis zu 3 Tage benötigen und eine erhöhte Strömung kann hierbei sehr hilfreich sein.

Wasserqualität
Hohe Werte von z. B. Nitrat und / oder Phosphat können die Häutung verzögern oder die Haut löst sich nicht.

Vermehrung / Stecklinge schneiden
Wie befestige ich abgebrochene oder aufgrund der Größe des Stockes abgeschnittne Äste?
In einem kurzen Bericht wird dies hier erklärt.

https://www.korallenriff.de/artikel/356_Das_befestigen_von_Gorgonien.html#

Der Königsfächer bietet vielen Arten einen wertvollen Lebensraum, so gehört der Amphipode Ericthonius brasiliensis zu den häufigsten Besuchern der Gorgonie.
Die Eischnecke Cyphoma gibbosum, die Seepocke Conopea galeata, die falschen Kaurischnecke (Simnialena uniplacata) und die Garnele Neopontonides beaufortensis zählen zu den häufigsten nachgewiesenen Invertebraten auf der Gorgonie.

Im Aransas Pass, im US-Bundesstaat Texas der Vereinigten Staaten, wurden Fische beobachtet, die den Invertebraten auf der Gorgonie nachstellten.

Auch wenn in verschiedenen Publikationen auf deutliche tiefere Wasserzonen als Vorkommensbereiche für Leptogorgia hebes hinweisen, so haben die Autoren der Studie "Leptogorgia virgulata (sea whip), Leptogorgia hebes (regal sea fan), and their associates" klargestellt, dass Leptogorgia hebes eindeutig eine Flachwasser-Art ist.

Fressfeind: Tritonidoxa wellsi

Synonyme:
Leptogorgia carolinensis Verrill, 1872
Lophogorgia hebes (Verrill, 1869)

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Allgemein


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