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Elysia pawliki Pawliks Elysia. Saftsauger

Elysia pawliki wird umgangssprachlich oft als Pawliks Elysia. Saftsauger bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dan Schofield, UK

Elysia pawliki,West Bay, KY 2026 (CC BY)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dan Schofield, UK . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18672 
AphiaID:
883351 
Wissenschaftlich:
Elysia pawliki 
Umgangssprachlich:
Pawliks Elysia. Saftsauger 
Englisch:
Pawlik's Elysia, Sap-sucking Sea Slug 
Kategorie:
Schlundsackschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Sacoglossa (Ordnung) > Plakobranchidae (Familie) > Elysia (Gattung) > pawliki (Art) 
Erstbestimmung:
Krug, Vendetti & Á. Valdés, 2016 
Vorkommen:
Bahamas, Cayman Inseln, Costa Rica, Florida, USA, Venezuela 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Algenzonen, Gezeitenzone, Mangrovenzonen, Meerwasser 
Größe:
bis zu 3,0cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Algen , Herbivor (pflanzenfressend) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-10-10 14:11:46 

Haltungsinformationen

Elysia pawliki Krug, Vendetti & Á. Valdés, 2016

Mitglieder der Gattung Elysia gehören zu den Sacoglossa (Sackzungenschnecken). Die Mehrzahl ernährt sich von Algen. Dabei werden die Algen nicht gefressen, sondern angestochen und die Chloroplasten ausgesaugt, um im eigenen Körper eine Zeit lang eingelagert zu werden. Die aufgenommen Chloroplasten nennt man Kleptochloroplasten oder Kleptoplastiden. Die Einlagerung erfolgt in der Haut oder in anderen Organen der Nacktschnecke.

Mit Hilfe der eingelagerten Chloroplasten und Sonnenlicht können Elysia Schnecken Fotosynthese betreiben und Energie gewinnen. Die Chloroplasten müssen nach einiger Zeit erneuert werden. Wie lange die Chloroplasten genutzt werden können, ist bei den jeweiligen Elysia Arten verschieden. Die bisher längste dokumentierte Funktionszeit liegt bei etwa einem Jahr.

Frisch geschlüpfte und juvenile Elysia Schnecken sind oft noch nicht so stark grün gefärbt,wie ältere Exemplare. Die intensive Grünfärbung kommt erst mit der Aufnahme von Chloroplasten zustande.Junge Elysia Schnecken sind deshalb oft bräunlich oder beige.Außerdem bestimmt oft die Menge der aufgenommen Chlorplasten die Farbintensität.Es gibt Hinweise wonach sich diese Schnecken genetisch angepasst haben und bereits nach dem schlüpfen über eigene Chloroplasten im Körper verfügen.Mit ersten Sonnenbädern beginnt dann die Grünfärbung.

Die Karibik ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt für photosynthetisch aktive Meeresschnecken. Im Jahr 2016 wurden sechs neue Elysia Arten beschrieben: Elysia pawliki., Elysia zemi, Elysia christinae, Elysia hamanni, Elysia taino und Elysia buonoi.

Typuslokalität zur Beschreibung von Elysia pawliki ist Sweetings Cay, Bahamas. Die gesammelten Exemplare waren 25 mm und 35 mm groß. Der Artname "pawliki" ehrt Joseph R. Pawlik, in Anerkennung seiner wegweisenden Leistungen bei der Erforschung karibischer Riffökosysteme sowie der Larval- und Chemieökologie von Meeresschnecken.

Die beiden Exemplare von Sweetings Cay wurden im Abstand von vier Jahren im selben Gezeitenkanal gesammelt, der in eine Mangrovenlagune mündet. Die Schnecken wurden an einem großen Büschel der Alge Caulerpa racemosa gefunden. In Ruhephasen hielten die Schnecken ihre Parapodien gespreizt, wodurch eine Reihe von Siphonalöffnungen entstand.

Unter Stressbedingungen im Labor gab Elysia pawliki am Rand der Parapodien eine Wolke aus irisierendem, bläulich-weißem Schleim ab und krümmte die Parapodien, schwamm jedoch nicht.

Die Grundfärbung ist gelbgrün mit braunen Flecken. Nach der Nahrungsaufnahme färbt sich der Körper dunkelgrün; dies ist auf die Verdauungsdivertikel zurückzuführen, die sich durch den gesamten Körper, den Kopf und die Parapodien verzweigen und bei geringer Gewebedichte durch die Epidermis hindurch sichtbar sind.

Die Gesamtkörperform wird von großen Parapodien bestimmt, die jeweils eine Reihe von drei seitlich abstehenden Lappen aufweisen, welche vom Körper weg nach außen klappen. Wenn sich die Parapodien über dem Rücken schließen, bilden diese Lappen drei Siphonalöffnungen, von denen die mittlere die größte ist.

Fuß in derselben gelbgrünen oder braunen Farbe wie der übrige Körper, mit Reihen winziger weißer Papillen, jedoch ohne braune Drüsen oder weiße Flecken. Eine Querrinne trennt die Kopfunterseite vom Fuß und mündet auf der rechten Kopfseite in eine breitere Genitalrinne, an deren oberem Ende sich die weiße Genitalöffnung befindet. Fußende breit und stumpf, nicht zu einer Spitze verjüngt; kein verlängerter Schwanz.

Eikapseln waren abwechselnd um ein durchgehendes, dickes Band aus leuchtend orangefarbenem ECY (extrakapsulären Dotter) angeordnet, das sich auf der Oberseite des Eistrangs unter der äußeren Hülle des Eigeleges befand. Das Band umschloss dabei jede einzelne Kapsel. Aus dem Gelege schlüpften schwimmende, lezithotrophe Veliger-Larven mit Augenflecken.

Nahrung: Beide lebenden Exemplare von Elysia pawliki wurden auf Caulerpa racemosa gefunden. Iim Labor fraßen beide Tiere bereitwillig von dieser Alge. Die Schnecken nahmen durch die Nahrungsaufnahme eine grüne Färbung an, kehrten jedoch nach einigen Tagen ohne Nahrung zu einer braunen Farbe zurück.

Merkmale Elysia pawliki:
- Dünne, längliche Papillen bedecken die Außenseite der Parapodien und bilden eine Reihe entlang des gesamten Parapodienrandes
- Alle Papillen sind weiß
- Es befindet sich ein großer, purpurfarbener Fleck am Außenrand der vorderen Parapodien
- Elysia pawliki soll nie schwimmen

Anmerkung: Bei Exemplaren, die zu unterschiedlichen Zeiten auf den Bahamas gesammelt wurden, ragte jeweils ein Paar leuchtend violetter Eipakete eines parasitischen Copepoden aus der Rückenpartie nahe dem Perikard hervor. Obwohl Copepoden eine Vielzahl von Hinterkiemerschnecken (Opisthobranchia) parasitieren, wurden die violetten Eier dieser unbekannten Copepodenart in den vergangenen 12 Jahren nur bei der verwandten Art Elysia zemi beobachtet, nicht jedoch bei anderen Sacoglossa, was auf eine spezialisierte Beziehung hindeutet.

Weiterführende Links

  1. researchgate (en). Abgerufen am 10.10.2026.
  2. treatment.plazi.org (en). Abgerufen am 10.10.2026.

Bilder

Allgemein


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