Haltungsinformationen
Melithaea ochracea (Milne-Edwards, 1857)
Melithaea ochracea ist eine koloniebildende Weichkorallenart aus der Familie der Melithaeidae, die gemeinhin als Knotenkoralle bekannt ist. Sie wächst in baumartigen Fächern auf Korallenriffen im Südchinesischen Meer und wird in der Schmuckindustrie unter dem Namen Rote Schwammkoralle verwendet.
Melithaea ochracea wächst baumartig und erreicht in der Regel eine Länge von etwa 20 cm, obwohl auch deutlich größere Exemplare vorkommen.Die Äste wachsen in einer Ebene und weisen eine verzweigte, fächerförmige Struktur auf. Der Hauptskelettstiel und die Äste sind gegliedert, wobei die größeren Gelenke Verdickungen )Knoten) aufweisen. Die Internodien bestehen aus hartem, kalkhaltigem Material, während die Gelenke flexibel und aus hornartigem Material gefertigt sind.
Das Skelett ist von einer flexiblen Membran, der Mesogloea, bedeckt, die winzige Kalkspicula oder Sklerite enthält. Die Identifizierung dieser Merkmale ist wichtig, um verschiedene, eng verwandte Arten zu unterscheiden. Bei Melithaea ochracea gehören dazu unter anderem Anker, Doppelscheiben, Scheibenspindeln, einseitig bedornte Spindeln, einfache Spindeln, Keulen und Anthokodien-Sklerite. Drei Seiten der Äste sind dicht mit Kelchen bedeckt, kuppelförmigen, perforierten Strukturen, aus denen die Polypen herausragen.
Die Kolonien variieren in der Farbe, sind aber meist gelb-, orange-, rot- und weißtönen, wobei Kelche und Polypen mitunter kontrastierende Farben aufweisen.
Es handelt sich um eine azooxanthellate Koralle, die keine symbiotischen einzelligen Algen in ihrem Gewebe enthält.In Singapur zBsp. wächst Melithaea ochracea manchmal nahe der Niedrigwasserlinie in Tiefen von unter 3 Metern, wo die Kolonien größer werden als Exemplare aus tieferen Gewässern und meist gelbe Äste und rote Kelche aufweisen. In größeren Tiefen bis zu 15 Metern sind die Kolonien kleiner und weisen andere Farbkombinationen auf.
Melithaea ochracea wächst in flachen Riffen im Südchinesischen Meer zwischen Taiwan und Indonesien. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst auch Singapur und Malaysia. In Taiwan ist sie die am weitesten verbreitete Gorgonienart und findet sich in den oberen Bereichen von Riffvorsprüngen, wo ihre zahlreichen kleinen Polypen bei Strömungsgeschwindigkeiten von 4 bis 40 Zentimetern pro Sekunde Nahrung aufnehmen können.
In der Schmuckindustrie wird Melithaea ochracea aufgrund ihrer porösen Struktur als Schwammkoralle bezeichnet. Leuchtend orange-rote Exemplare gelten als besonders begehrt, aber auch panaschierte Exemplare mit gelben oder orangen Streifen sind gefragt. Die meisten im Handel erhältlichen Schwammkorallen wurden durch Einfüllen von Harz oder Polymer stabilisiert und poliert.
Aquaristische Berichte zur Pflege liegen derzeit noch nicht vor. Da das Tier keine Zooxanthellen hat, müsste es zwingend gefüttert werden, was es dann zu einem Nahrungspezialisten macht.
Empfehlung - die Koralle sollte in einem Artenbecken gepflegt werden.
Fütterung
Die Mehrzahl der Gorgonien besitzen keine Zooxanthellen und leben nicht vom Licht. Die azooxanthellen Gorgonien beherbergen keine symbiotischen Algen, die über Fotosynthese Nährstoffe und Energie produzieren.
Vor der Fütterung sollten die Pumpen abgeschaltet werden. Damit die Gorgonie im Aquarium überlebt, ist eine ausreichende Fütterung jedes einzelnen Polypen notwendig bzw. soweit möglich, d. h. eine tägliche bzw. 3 - 4x pro Woche Fütterung notwendig. Ohne Fütterung wird die Gorgonie im Aquarium nicht überleben.
Sind Garnelen und Fische vorhanden, werden diese versuchen, das Futter zu entziehen, also diese Mitbewohner unbedingt vorher füttern.
Eingewöhnung frisch erworbener Gorgonien
Mit dem Einsetzen der Gorgonien ins Aquarium beginnt der Start von Fütterungsversuchen. Auf welches Futter reagiert die Gorgonie, welche Polypengröße hat die Gorgonie. Was leider anfangs keinen Schluß zu lässt, was für eine Futtergröße genommen wird. Am Besten mit sehr kleinem Futter beginnen. Die Polypen benötigen eine gewisse Zeit um das Futter (Granulat oder Staubfutter (Ultramarin, Cyclop Eeze) oder Frostfutter (Lobstereier, Mysis)) auf zu nehmen.
Frisch eingesetzte Gorgonienstöcke können mit einem Flüssigfutter, z. B. von PolypLab Polyp, animiert werden, damit sich die einzelnen Polypen öffnen. Erst dann kann eine Fütterung durchgeführt werden.
Je besser die einzelnen Polypen die gereichte Nahrung aufnehmen, desto besser sind die Wachstum- bzw. Vermehrungsraten.
Azoozanthellate Korallen fressen Suspensionen, Meeresschnee, Mikroplankton und andere organische Stoffe, d. h. sie sind ahermatypisch.
Häutung
Gorgonien besitzen eine weiche Gewebeschicht (Coenenchym), die ihre verzweigte, hornartige Skelettachse aus Gorgonin (ein Protein) überzieht. Sie können diese Gewebeschicht abstoßen (=häuten), dafür schließen sie ihre Polypen. Es kann bis zu 3 Tage benötigen und eine erhöhte Strömung kann hierbei sehr hilfreich sein.
Wasserqualität
Hohe Werte von z. B. Nitrat und / oder Phosphat können die Häutung verzögern oder die Haut löst sich nicht.
Vermehrung / Stecklinge schneiden
Wie befestige ich abgebrochene oder aufgrund der Größe des Stockes abgeschnittne Äste?
In einem kurzen Bericht wird dies hier erklärt.
https://www.korallenriff.de/artikel/356_Das_befestigen_von_Gorgonien.html#
Sicherlich ist die Pflege von vielen zooxanthellaten Tieren einfacher geworden, einfach weil man mehr über Strömung und Futter weiß. Aber leicht ist die Erhaltung von solchen Gorgonien ganz sicher nicht.
Nach der Untersuchung zahlreicher Kolonien aus Afrika, dem Indischen Ozean, dem Roten Meer und dem Indopazifik kamen Reijnen et al. (2014) zu dem Schluss, dass diese Art auf die Molukken in Indonesien beschränkt ist.
Synonyme:
Isis ochracea Linnaeus, 1758 · unaccepted > superseded combination (original combination)
Isis ocracea Linnaeus, 1758 · unaccepted (incorrect original spelling)
Melitaea ochracea Linnaeus, 1758 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling (incorrect authority)
Melitea ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Melitella ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Melitodes ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Unterarte (1)
Melithaea ochracea decipiens Hickson, 1937 (uncertain > unassessed)
Melithaea ochracea ist eine koloniebildende Weichkorallenart aus der Familie der Melithaeidae, die gemeinhin als Knotenkoralle bekannt ist. Sie wächst in baumartigen Fächern auf Korallenriffen im Südchinesischen Meer und wird in der Schmuckindustrie unter dem Namen Rote Schwammkoralle verwendet.
Melithaea ochracea wächst baumartig und erreicht in der Regel eine Länge von etwa 20 cm, obwohl auch deutlich größere Exemplare vorkommen.Die Äste wachsen in einer Ebene und weisen eine verzweigte, fächerförmige Struktur auf. Der Hauptskelettstiel und die Äste sind gegliedert, wobei die größeren Gelenke Verdickungen )Knoten) aufweisen. Die Internodien bestehen aus hartem, kalkhaltigem Material, während die Gelenke flexibel und aus hornartigem Material gefertigt sind.
Das Skelett ist von einer flexiblen Membran, der Mesogloea, bedeckt, die winzige Kalkspicula oder Sklerite enthält. Die Identifizierung dieser Merkmale ist wichtig, um verschiedene, eng verwandte Arten zu unterscheiden. Bei Melithaea ochracea gehören dazu unter anderem Anker, Doppelscheiben, Scheibenspindeln, einseitig bedornte Spindeln, einfache Spindeln, Keulen und Anthokodien-Sklerite. Drei Seiten der Äste sind dicht mit Kelchen bedeckt, kuppelförmigen, perforierten Strukturen, aus denen die Polypen herausragen.
Die Kolonien variieren in der Farbe, sind aber meist gelb-, orange-, rot- und weißtönen, wobei Kelche und Polypen mitunter kontrastierende Farben aufweisen.
Es handelt sich um eine azooxanthellate Koralle, die keine symbiotischen einzelligen Algen in ihrem Gewebe enthält.In Singapur zBsp. wächst Melithaea ochracea manchmal nahe der Niedrigwasserlinie in Tiefen von unter 3 Metern, wo die Kolonien größer werden als Exemplare aus tieferen Gewässern und meist gelbe Äste und rote Kelche aufweisen. In größeren Tiefen bis zu 15 Metern sind die Kolonien kleiner und weisen andere Farbkombinationen auf.
Melithaea ochracea wächst in flachen Riffen im Südchinesischen Meer zwischen Taiwan und Indonesien. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst auch Singapur und Malaysia. In Taiwan ist sie die am weitesten verbreitete Gorgonienart und findet sich in den oberen Bereichen von Riffvorsprüngen, wo ihre zahlreichen kleinen Polypen bei Strömungsgeschwindigkeiten von 4 bis 40 Zentimetern pro Sekunde Nahrung aufnehmen können.
In der Schmuckindustrie wird Melithaea ochracea aufgrund ihrer porösen Struktur als Schwammkoralle bezeichnet. Leuchtend orange-rote Exemplare gelten als besonders begehrt, aber auch panaschierte Exemplare mit gelben oder orangen Streifen sind gefragt. Die meisten im Handel erhältlichen Schwammkorallen wurden durch Einfüllen von Harz oder Polymer stabilisiert und poliert.
Aquaristische Berichte zur Pflege liegen derzeit noch nicht vor. Da das Tier keine Zooxanthellen hat, müsste es zwingend gefüttert werden, was es dann zu einem Nahrungspezialisten macht.
Empfehlung - die Koralle sollte in einem Artenbecken gepflegt werden.
Fütterung
Die Mehrzahl der Gorgonien besitzen keine Zooxanthellen und leben nicht vom Licht. Die azooxanthellen Gorgonien beherbergen keine symbiotischen Algen, die über Fotosynthese Nährstoffe und Energie produzieren.
Vor der Fütterung sollten die Pumpen abgeschaltet werden. Damit die Gorgonie im Aquarium überlebt, ist eine ausreichende Fütterung jedes einzelnen Polypen notwendig bzw. soweit möglich, d. h. eine tägliche bzw. 3 - 4x pro Woche Fütterung notwendig. Ohne Fütterung wird die Gorgonie im Aquarium nicht überleben.
Sind Garnelen und Fische vorhanden, werden diese versuchen, das Futter zu entziehen, also diese Mitbewohner unbedingt vorher füttern.
Eingewöhnung frisch erworbener Gorgonien
Mit dem Einsetzen der Gorgonien ins Aquarium beginnt der Start von Fütterungsversuchen. Auf welches Futter reagiert die Gorgonie, welche Polypengröße hat die Gorgonie. Was leider anfangs keinen Schluß zu lässt, was für eine Futtergröße genommen wird. Am Besten mit sehr kleinem Futter beginnen. Die Polypen benötigen eine gewisse Zeit um das Futter (Granulat oder Staubfutter (Ultramarin, Cyclop Eeze) oder Frostfutter (Lobstereier, Mysis)) auf zu nehmen.
Frisch eingesetzte Gorgonienstöcke können mit einem Flüssigfutter, z. B. von PolypLab Polyp, animiert werden, damit sich die einzelnen Polypen öffnen. Erst dann kann eine Fütterung durchgeführt werden.
Je besser die einzelnen Polypen die gereichte Nahrung aufnehmen, desto besser sind die Wachstum- bzw. Vermehrungsraten.
Azoozanthellate Korallen fressen Suspensionen, Meeresschnee, Mikroplankton und andere organische Stoffe, d. h. sie sind ahermatypisch.
Häutung
Gorgonien besitzen eine weiche Gewebeschicht (Coenenchym), die ihre verzweigte, hornartige Skelettachse aus Gorgonin (ein Protein) überzieht. Sie können diese Gewebeschicht abstoßen (=häuten), dafür schließen sie ihre Polypen. Es kann bis zu 3 Tage benötigen und eine erhöhte Strömung kann hierbei sehr hilfreich sein.
Wasserqualität
Hohe Werte von z. B. Nitrat und / oder Phosphat können die Häutung verzögern oder die Haut löst sich nicht.
Vermehrung / Stecklinge schneiden
Wie befestige ich abgebrochene oder aufgrund der Größe des Stockes abgeschnittne Äste?
In einem kurzen Bericht wird dies hier erklärt.
https://www.korallenriff.de/artikel/356_Das_befestigen_von_Gorgonien.html#
Sicherlich ist die Pflege von vielen zooxanthellaten Tieren einfacher geworden, einfach weil man mehr über Strömung und Futter weiß. Aber leicht ist die Erhaltung von solchen Gorgonien ganz sicher nicht.
Nach der Untersuchung zahlreicher Kolonien aus Afrika, dem Indischen Ozean, dem Roten Meer und dem Indopazifik kamen Reijnen et al. (2014) zu dem Schluss, dass diese Art auf die Molukken in Indonesien beschränkt ist.
Synonyme:
Isis ochracea Linnaeus, 1758 · unaccepted > superseded combination (original combination)
Isis ocracea Linnaeus, 1758 · unaccepted (incorrect original spelling)
Melitaea ochracea Linnaeus, 1758 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling (incorrect authority)
Melitea ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Melitella ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Melitodes ochracea (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Unterarte (1)
Melithaea ochracea decipiens Hickson, 1937 (uncertain > unassessed)






Anders Poulsen, Dänemark