Haltungsinformationen
Siganus spinus wurde 1758 von Carl von Linné in der 10. Auflage des Systema Naturae als Sparus spinus erstmals beschrieben. Als Typuslokalität wurde Java angegeben. Der Artname "spinis" bedeutet „Dorn“ oder „Stachel“. Da Linné in seiner Beschreibung als einzigen Stachel den nach vorn gerichteten Stachel vor der Rückenflosse erwähnte, bezieht sich der Name vermutlich auf diesen. Er könnte sich aber auch auf die kräftigen, gifthaltigen Stacheln an Rücken-, After- und Bauchflossen beziehen.
Siganus spinus hat einen seitlich abgeflachten, hochrückigen und relativ schlanken Körper, dessen Höhe das 2,3- bis 2,8-fache seiner Standardlänge beträgt. Das dorsale Profil des Kopfes ist oberhalb des Auges eingekerbt, das Maul ist konvex und stumpf. Das vordere Nasenloch besitzt eine lange Lappenöffnung, die mindestens zwei Drittel der Länge des hinteren Nasenlochs erreicht. Vor der Rückenflosse befindet sich ein liegender Stachel.
Der Körper ist mit einem labyrinthischen Muster aus dünnen, braunen Zeichnungen bedeckt, die Flossen sind gefleckt, und der Schwanzstiel weist häufig 4–5 unregelmäßige, helle Streifen auf. Das Muster erstreckt sich auf die Bauchflossen und die Stacheln der Rücken- und Afterflosse. Die Weichstrahlen der Rücken- und Afterflosse weisen jeweils 2–3 dunkle Bänder und hyaline Membranen auf. Die Schwanzflosse besitzt 4 helle Bänder, die jedoch – außer auf den äußeren Strahlen – häufig undeutlich abgegrenzt sind. Die Brustflossen sind hyalin.
Siganus spinus lebt in kleinen Schwärmen von in der Regel weniger als 10 ITieren, wobei sich Jungfische zu größeren Gruppen zusammenschließen. Jüngere Fische weiden feine Algen wie Fadenalgen ab und wechseln mit zunehmendem Wachstum zu gröberen Algen. Sie sind ihr Leben lang tagaktiv.
Der Kaninchenfisch wird von Speerfischern in Guam weitgehend gemieden.Andernorts ist diese Art häufig, wenn auch in geringer Anzahl, auf Fischmärkten in Gebieten anzutreffen, in denen Speere oder Fischfallen verwendet werden. Die Jungfische werden in einigen Gebieten von der kommerziellen Fischerei gezielt gefangen, wenn sie küstennah wandern, und in Salzlake eingelegt oder zu Fischpaste verarbeitet. Sowohl ausgewachsene Fische als auch Jungfische werden auch frisch verzehrt.
Siganus spinus ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.
Ein im Handel relativ seltener Kaninchenfisch. Kommt aber an vielen Stellen im Meer vor.Lebt als Jungtier in grossen Gruppen, als adultes Tier dann eher in einer kleinen Gruppe. Im Aquarium wird Paar- oder Gruppenhaltung nicht so einfach möglich sein, wie bei allen Kaninchenfischen.
Algenfresser !
Achtung
Bei dieser Fischart sind einzelne oder mehrere Flossenstrahlen mit Stacheln versehen die den Giftstoff injizieren. Die Wirkung der Gifte kann von einfacher Übelkeit bis zum Tod des Verletzten führen.
Das Fangen und oder Hantieren im Aquarium bei dieser Fischart sollte mit äußester Vorsicht erfolgen.
Verletzungen des Pfleger sind sehr schmerzhaft, aber nicht tödlich. Die Giftzentrale in München stuft Kaninchenfische eher als mindergiftig ein.
Gesetzliche Vorgaben zur Haltung
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf eines Kaninchenfisches, ob die Haltung in Ihrem Bundesland erlaubt ist.
Sie finden diese Information in dem jeweils gültigen Gefahrtiergesetz Ihres Bundeslandes.
Stand 2021 aktuellste Version (Kontrolle 04/2023)
Übersicht zu den einzelnen Bundesländern
https://www.aspe-institut.de/downloads.php
Synonyme:
Amphacanthus guamensis Valenciennes, 1835 · unaccepted
Amphacanthus marmoratus Quoy & Gaimard, 1825 · unaccepted
Amphacanthus scaroides Bleeker, 1853 · unaccepted
Amphacanthus striolatus (Günther, 1861) · unaccepted
Amphacanthus tumifrons Valenciennes, 1835 · unaccepted (synonym)
Sigamus spinus (Linnaeus, 1758) · unaccepted (misspelling)
Siganus marmorata (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Siganus marmoratus (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Siganus striolatus (Günther, 1861) · unaccepted
Siganus tumifrons (Valenciennes, 1835) · unaccepted (synonym)
Sparus spinus Osbeck, 1757 · unaccepted
Sparus spinus Linnaeus, 1758 · unaccepted
Teuthis marmorata (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Teuthis striolata Günther, 1861 · unaccepted
Teuthis tumifrons (Valenciennes, 1835) · unaccepted (synonym)






Rickard Zerpe, Schweden