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Siganus spinus Stachliger Kaninchenfisch, Bekritzelter Kaninchenfisch

Siganus spinus wird umgangssprachlich oft als Stachliger Kaninchenfisch, Bekritzelter Kaninchenfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 700 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


Profilbild Urheber Rickard Zerpe, Schweden

Scribbled rabbitfish (Siganus spinus),2019


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Rickard Zerpe, Schweden . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
994 
AphiaID:
219689 
Wissenschaftlich:
Siganus spinus 
Umgangssprachlich:
Stachliger Kaninchenfisch, Bekritzelter Kaninchenfisch 
Englisch:
Little Spinefoot, Scribbled Rabbitfish, Blunt-nosed Spinefoot, Spiny Rabbitfish,Spiny Spinefoot 
Kategorie:
Kaninchenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Siganidae (Familie) > Siganus (Gattung) > spinus (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, China, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Jemen, Karolinen-Archipel, Kenia, Kiribati, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Nauru, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Sri Lanka, Südchinesisches Meer, Sumatra, Tahiti, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Tonga, Vanuatu, Vietnam, West-Pazifik, Zentral-Pazifik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 50 Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
18 cm - 28 cm 
Temperatur:
24,6°C - 29°C 
Futter:
Algen , Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Kopfsalat, Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Nori-Algen, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 700 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-01-08 14:06:16 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Siganus spinus besitzt / enthält ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Lebensgefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Siganus spinus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Siganus spinus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Haltungsinformationen

Siganus spinus (Linnaeus, 1758)

Siganus spinus wurde 1758 von Carl von Linné in der 10. Auflage des Systema Naturae als Sparus spinus erstmals beschrieben. Als Typuslokalität wurde Java angegeben. Der Artname "spinis" bedeutet „Dorn“ oder „Stachel“. Da Linné in seiner Beschreibung als einzigen Stachel den nach vorn gerichteten Stachel vor der Rückenflosse erwähnte, bezieht sich der Name vermutlich auf diesen. Er könnte sich aber auch auf die kräftigen, gifthaltigen Stacheln an Rücken-, After- und Bauchflossen beziehen.

Siganus spinus hat einen seitlich abgeflachten, hochrückigen und relativ schlanken Körper, dessen Höhe das 2,3- bis 2,8-fache seiner Standardlänge beträgt. Das dorsale Profil des Kopfes ist oberhalb des Auges eingekerbt, das Maul ist konvex und stumpf. Das vordere Nasenloch besitzt eine lange Lappenöffnung, die mindestens zwei Drittel der Länge des hinteren Nasenlochs erreicht. Vor der Rückenflosse befindet sich ein liegender Stachel.

Der Körper ist mit einem labyrinthischen Muster aus dünnen, braunen Zeichnungen bedeckt, die Flossen sind gefleckt, und der Schwanzstiel weist häufig 4–5 unregelmäßige, helle Streifen auf. Das Muster erstreckt sich auf die Bauchflossen und die Stacheln der Rücken- und Afterflosse. Die Weichstrahlen der Rücken- und Afterflosse weisen jeweils 2–3 dunkle Bänder und hyaline Membranen auf. Die Schwanzflosse besitzt 4 helle Bänder, die jedoch – außer auf den äußeren Strahlen – häufig undeutlich abgegrenzt sind. Die Brustflossen sind hyalin.

Siganus spinus lebt in kleinen Schwärmen von in der Regel weniger als 10 ITieren, wobei sich Jungfische zu größeren Gruppen zusammenschließen. Jüngere Fische weiden feine Algen wie Fadenalgen ab und wechseln mit zunehmendem Wachstum zu gröberen Algen. Sie sind ihr Leben lang tagaktiv.

Der Kaninchenfisch wird von Speerfischern in Guam weitgehend gemieden.Andernorts ist diese Art häufig, wenn auch in geringer Anzahl, auf Fischmärkten in Gebieten anzutreffen, in denen Speere oder Fischfallen verwendet werden. Die Jungfische werden in einigen Gebieten von der kommerziellen Fischerei gezielt gefangen, wenn sie küstennah wandern, und in Salzlake eingelegt oder zu Fischpaste verarbeitet. Sowohl ausgewachsene Fische als auch Jungfische werden auch frisch verzehrt.

Siganus spinus ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.

Ein im Handel relativ seltener Kaninchenfisch. Kommt aber an vielen Stellen im Meer vor.Lebt als Jungtier in grossen Gruppen, als adultes Tier dann eher in einer kleinen Gruppe. Im Aquarium wird Paar- oder Gruppenhaltung nicht so einfach möglich sein, wie bei allen Kaninchenfischen.

Algenfresser !

Achtung
Bei dieser Fischart sind einzelne oder mehrere Flossenstrahlen mit Stacheln versehen die den Giftstoff injizieren. Die Wirkung der Gifte kann von einfacher Übelkeit bis zum Tod des Verletzten führen.

Das Fangen und oder Hantieren im Aquarium bei dieser Fischart sollte mit äußester Vorsicht erfolgen.

Verletzungen des Pfleger sind sehr schmerzhaft, aber nicht tödlich. Die Giftzentrale in München stuft Kaninchenfische eher als mindergiftig ein.

Gesetzliche Vorgaben zur Haltung
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf eines Kaninchenfisches, ob die Haltung in Ihrem Bundesland erlaubt ist.
Sie finden diese Information in dem jeweils gültigen Gefahrtiergesetz Ihres Bundeslandes.

Stand 2021 aktuellste Version (Kontrolle 04/2023)
Übersicht zu den einzelnen Bundesländern
https://www.aspe-institut.de/downloads.php

Synonyme:
Amphacanthus guamensis Valenciennes, 1835 · unaccepted
Amphacanthus marmoratus Quoy & Gaimard, 1825 · unaccepted
Amphacanthus scaroides Bleeker, 1853 · unaccepted
Amphacanthus striolatus (Günther, 1861) · unaccepted
Amphacanthus tumifrons Valenciennes, 1835 · unaccepted (synonym)
Sigamus spinus (Linnaeus, 1758) · unaccepted (misspelling)
Siganus marmorata (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Siganus marmoratus (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Siganus striolatus (Günther, 1861) · unaccepted
Siganus tumifrons (Valenciennes, 1835) · unaccepted (synonym)
Sparus spinus Osbeck, 1757 · unaccepted
Sparus spinus Linnaeus, 1758 · unaccepted
Teuthis marmorata (Quoy & Gaimard, 1825) · unaccepted
Teuthis striolata Günther, 1861 · unaccepted
Teuthis tumifrons (Valenciennes, 1835) · unaccepted (synonym)

Weiterführende Links

  1. FishBase (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Wikipedia (en). Abgerufen am 08.01.2026.

Bilder

Allgemein

Copyright Paul Asmann, Fidshi
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Scribbled rabbitfish (Siganus spinus),2019
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Copyright Peter Rask Møller, Dänemark, Foto Okinawa, Japan
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