Haltungsinformationen
Die Anemonenfischart gehört zum Clarkii-Komplex, ist sehr aggressiv und territorial mit angriffspotential im gesamten Becken. Eine Haltung ohne Probleme ist möglich, das im Handel vorhandene Frostfutter, und nach Eingewöhnung auch Granulat- bzw. Pelett-Futter, werden gefressen.
Der Samtanemonenfisch ist mit einer Länge von bis zu 17 cm die größte Art der Anemonenfische. Männchen bleiben mit 6-7cm deutlich kleiner. Amphiprion biaculeatus unterscheidet sich von allen anderen Anemonenfischen durch einen Stachel am unteren Kiemendeckel.Samtanemonenfische sind hell-, braun- oder bordeauxrot gefärbt. Jungtiere und kleine Männchen sind leuchtend rot. Weinchen werden mit der Zeit immer dunkler. Im Alter sind Weibchen kastanienbraun bis fast schwarz.
Die Streifen sind weiß, bei großen Weibchen auch grau, bei der Population um Sumatra und den Mentawai-Inseln gelb. Die Streifen sind schmaler als bei den anderen Anemonenfischen.
Samtanemonenfische sind mit Amphiprion ocellaris so nah verwandt, dass sie sich mit ihm kreuzen lassen. In einer Mitte 2021 veröffentlichten Revision der Riffbarsche wurde der Samtanemonenfisch deshalb ebenfalls der Gattung Amphiprion zugeordnet.
Adulte Tiere bewohnen Lagunen und Riffe, vor allem in geschützten Küstengewässern und Lagunen. Sie kommen normalerweise paarweise vor, wobei die Männchen viel kleiner sind als die Weibchen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Zooplankton und benthischen Algen.der Laich haftet am Substrat. Die Männchen bewachen und belüften den Laich. Amphiprion biaculeatus ist mit der Anemone Entacmaea quadricolor verbunden.
Wirtsanemone
Entacmaea quadricolor, Heteractis aurora, Radianthus crispa, und Stichodactyla mertensii.
Geschlecht und Verpaarung
Anemonenfische sind protandrische Zwitter, d. h. das Leben beginnt als Männchen. Sind zwei gleich große Jungfische vorhanden, dann wird sich der dominantere Anemonenfisch zum Weibchen entwickeln. Werden zwei gleich große Weibchen zusammengesetzt, dann bildet sich das schwächere Weibchen zurück zum Männchen, dies wird jedoch einige Zeit benötigen und es wird zu heftigen Kämpfen kommen. Die Rückwandlung kann mehrere Wochen dauern, und in dieser Zeit wird das dominantere Weibchen immer wieder den Druck auf das schwächere Weibchen ausüben, bis sich das Geschlecht geändert hat.
Sind mehrere Anemonenfische im Aquarium vorhanden und es stirbt das dominante Weibchen, so wandelt sich das bis dato dominante Männchen zum Weibchen und ein bisher unterdrücktes Tier rückt zum dominanten Männchen auf. Durch diese Anpassung bleibt die Hauptaufgabe, die Verbreitung der "eigenen Gene" auf schnellem Weg erhalten.
Haben sich die Streitigkeiten gelegt und die Rollen sind festgelegt, dann wird das Weibchen weiter wachsen. Der Größenunterschied von Männchen zum Weibchen beträgt ca. 1-3 cm je nach Ausgangsgröße der Art.
Überhaupt sollte man Nachzuchten den Wildfängen klar bevorzugen.
1. sind diese viel stabiler in der Gesundheit,
2. unterstützt man damit die weitere Zucht.
Und die Zucht von Meerwasserfischen ist das große Thema der nächsten Jahre.
Nachzuchtinformationen
Metamorphose: 11. - 12. Tag
Farbmorphe
Wird unter dem Namen Amphiprion epigrammata bzw. Premnas epigrammata gehandelt.
Polymnus-Komplex = aggressiv und territorial
Amphiprion barberi
Amphiprion biaculeatus
Amphiprion sebae
Amphiprion polymnus
Amphiprion latezonatus
Synonyme:
Chaetodon biaculeatus Bloch, 1790 · unaccepted
Holocentrus sonnerat Lacepède, 1802 · unaccepted
Lutianus trifasciatus Schneider, 1801 · unaccepted
Premnas biaculeatus (Bloch, 1790) · unaccepted
Premnas epigrammata Fowler, 1904 · unaccepted
Premnas gibbosus Castelnau, 1875 · unaccepted
Premnas semicinctus Cuvier, 1830 · unaccepted
Premnas unicolor Cuvier, 1829 · unaccepted
Sargus ensifer Gronow, 1854 · unaccepted






Dr. Paddy Ryan, USA

