Anzeige
Fauna Marin GmbH Mrutzek Meeresaquaristik BAS ICP Aqua Medic

Trimma hollemani Holleman’s Zwerg-Grundel

Trimma hollemani wird umgangssprachlich oft als Holleman’s Zwerg-Grundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber François Libert, Frankreich

Trimma hollemani, Foto: Pamilacan, Philippinen


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers François Libert, Frankreich . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11631 
AphiaID:
1043648 
Wissenschaftlich:
Trimma hollemani 
Umgangssprachlich:
Holleman’s Zwerg-Grundel 
Englisch:
Holleman’s Pygmygoby, Bluestripe Dwarfgoby, Bluestripe Pygmy Goby, Blue-striped Cave Goby, Blue-striped Dwarfgoby, Cave Pygmy-goby, Bluestripe Pygmygoby 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Trimma (Gattung) > hollemani (Art) 
Erstbestimmung:
Winterbottom, 2016 
Vorkommen:
Australien, Great Barrier Riff, Indonesien, Korallenmeer (Ost-Australien), Malaysia, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), West-Pazifik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
8 - 70 Meter 
Größe:
bis zu 2.1cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Fischlarven, Fischbrut, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera) 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-08-23 20:33:29 

Haltungsinformationen

Trimma hollemani (Winterbottom, 2016)
Holleman’s pygmygoby

Die Aufnahme von Trimma hollemani stammt freundlicherweise von "zsispeo" und entstand auf Pamilacan, Philippinen. Wir danken herzlich für die Nutzung des tollen Fotos.

Trimma ist eine Gattung sehr kleiner Fische aus der Familie der Grundeln (Gobiidae). Die über 80 Arten dieser Gattung leben versteckt in den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks.

Eine kleine Trimma-Grundel, die in der Regel allesamt einfach in der Haltung sind. Sie sind wenig empfindlich für Krankheiten und etablieren sich in der Regel schnell im Aquarium.
Man sollte sie nur nicht mit zu großen und robusten Fischen vergesellschaften, da man sie sonst kaum zu Gesicht bekommen würde.
Wunderbar für kleine Aquarien mit zartem Besatz geeignet.

Sie kommen allerdings meist eher als Beifang mit zu uns, da die Grundeln meist sehr klein sind, und oft nur von den Philippinen kommen.
Die Trimma hollemani Grundel erreicht 2,8 cm .

Die Grundel wurde 2016 beschrieben - Main reference:
Winterbottom, R., 2016. Trimma tevegae and T. caudomaculatum revisited and redescribed (Acanthopterygii, Gobiidae), with descriptions of three new similar species from the western Pacific. Zootaxa 4144(1):001-053. (Ref. 109919)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Gobiidae (Family) > Gobiinae (Subfamily) > Trimma (Genus)

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 08.08.23#1
Absolut friedfertig gegen andere Zwerggrundelarten.
An meiner Synchiropus sycorax Dame orientieren sie sich regelrecht, die drei sind immer in der gleichen Ecke des Riffs unterwegs.

Ursprünglich hielt ich 4 im 120l Cube, mit eintretender Geschlechtsreife wurden allerdings 2 der Grundeln so sehr unterdrückt, dass sie tatsächlich verstarben. Bei größeren Becken sicherlich als Gruppe möglich, evtl. auch Geschlechtsabhängig, die genaue Verteilung ließ sich in der "Pubertät" leider nicht erkennen.
Beim adulten Männchen sind die ersten Strahlen der Rückenflosse zu einer kleinen Fahne verlängert.

Mit ihrer ulkigen senkrecht Schwimmweise sind sie abwechselnd aktiv im Becken unterwegs, insbesondere gegen Abend nach der Fütterung. Oder sie schwirren auf der Stelle und scheinen auf etwas zu warten, dabei sind sie extrem standorttreu, allerdings mit gesundem Abstand zueinander.
Das Weibchen bevorzugt eine Stelle kurz über dem Bodengrund mit mittlerer Strömung, das Männchen klebt hingegen kopfüber unter einem Steinvorsprung. Er unternimmt auch immer wieder Versuche, die Dame unter seinen Vorsprung zu locken. Zuvor umschwimmen sich beide (natürlich auch senkrecht) immer enger werdend, bis sie entgegen der Strömung einmal den kompletten Riffaufbau umtanzt haben. Laich oder Brut konnte ich bisher jedoch leider keinen entdecken.

Gefressen wird alles was ins Mäulchen passt, zur Not auch erstmal nur Staubfutterpartikel, ehe was Besseres vorbeitreibt.
Während des Urlaubs haben sie 10 Tage mit SPS Staubfutter und Jungfischgranulat (Süßwasser) aus dem Futterautomaten bestens überstanden.
1 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!