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Lethrinus erythracanthus Gelbflossen-Straßenkehrer

Lethrinus erythracanthus wird umgangssprachlich oft als Gelbflossen-Straßenkehrer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2774 
AphiaID:
212066 
Wissenschaftlich:
Lethrinus erythracanthus 
Umgangssprachlich:
Gelbflossen-Straßenkehrer 
Englisch:
Orange-spotted Emperor - Yellowfin Emperor, Orange-finned Emperor, Orangespotted Emperor,, Yellow-spotted Emperor 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Lethrinidae (Familie) > Lethrinus (Gattung) > erythracanthus (Art) 
Erstbestimmung:
Valenciennes, 1830 
Vorkommen:
Admiralitätsinseln, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Bali, Banggai-Inseln, Brunei Darussalam, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Great Barrier Riff, Guam, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Japan, Kambodscha, Kenia, Komodo, Komoren, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Maumere, Mikronesien, Mosambik, Nauru, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Australien), Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Seychellen, Somalia, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Vietnam, Wallis und Futuna, West-Australien, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
15 - 120 Meter 
Größe:
bis zu 70cm 
Temperatur:
24.2°C - 28.6°C 
Futter:
Muschelfleisch, Muscheln (Mollusken), Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Seeigel, Seesterne, Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-06-12 12:09:08 

Haltungsinformationen

Lethrinus erythracanthus, auch Gelbflossen-Strassenkehrer genannt, findet man weit verbreitet im Indo-Pazifik.
Von Madagaskar und der ostafrkanischen Küste über die Malediven, Indien über Australien und Indonesien bis nach Polynesien.

Lethrinus erythracanthus zeigt eine meist gräulich bis graubraune Körperfärbung mit wenigen helleren Flecken, Punkten oder schmalen Linien. Je nach Alter, findet man auch kleinere orange Punkte am Kopf.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonme:
Lethrinus cinnabarinus Richardson, 1843
Lethrinus kallopterus Bleeker, 1856

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