Haltungsinformationen
Lethrinus erythracanthus Valenciennes, 1830
Lethrinus erythracanthus, auch Gelbflossen-Strassenkehrer genannt, findet man weit verbreitet im Indo-Pazifik. Von Madagaskar und der ostafrkanischen Küste über die Malediven, Indien über Australien und Indonesien bis nach Polynesien.
Großer Kopf mit abgerundetem oberen Profil; dunkler Körper mit variablen, diffusen hellen Bereichen, bisweilen mit in Reihen angeordneten Flecken, der einen Kontrast zum blaugrauen Kopf sowie zu den gelben oder roten hinteren Flossen bildet. Jungtiere mit braunem Körper, der von dünnen weißen Längsstreifen an den Flanken unterbrochen wird, sowie spitzes Maul.
Kommt in tiefen Lagunen und Kanälen, in Außenriffhängen sowie auf angrenzenden Weichböden vor. Tagsüber einzeln lebend, in der Nähe von Felsvorsprüngen oder Höhlen.
Ernährt sich von Stachelhäutern, Krebstieren und Weichtieren, darunter Seeigel, Haarsterne und Seesterne. Kann in einigen Gebieten Ciguatoxin enthalten.
Fang mit Handleinen, vertikalen Langleinen, Reusen und Schleppnetzen. Wird überwiegend frisch vermarktet.
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.
Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:
Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.
Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.
Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.
Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!
Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.
Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm
Synonyme:
Lethrinus cinnabarinus Richardson, 1843 · unaccepted
Lethrinus erithracanthus Valenciennes, 1830 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling
Lethrinus kallopterus Bleeker, 1856 · unaccepted
Lethrinus erythracanthus, auch Gelbflossen-Strassenkehrer genannt, findet man weit verbreitet im Indo-Pazifik. Von Madagaskar und der ostafrkanischen Küste über die Malediven, Indien über Australien und Indonesien bis nach Polynesien.
Großer Kopf mit abgerundetem oberen Profil; dunkler Körper mit variablen, diffusen hellen Bereichen, bisweilen mit in Reihen angeordneten Flecken, der einen Kontrast zum blaugrauen Kopf sowie zu den gelben oder roten hinteren Flossen bildet. Jungtiere mit braunem Körper, der von dünnen weißen Längsstreifen an den Flanken unterbrochen wird, sowie spitzes Maul.
Kommt in tiefen Lagunen und Kanälen, in Außenriffhängen sowie auf angrenzenden Weichböden vor. Tagsüber einzeln lebend, in der Nähe von Felsvorsprüngen oder Höhlen.
Ernährt sich von Stachelhäutern, Krebstieren und Weichtieren, darunter Seeigel, Haarsterne und Seesterne. Kann in einigen Gebieten Ciguatoxin enthalten.
Fang mit Handleinen, vertikalen Langleinen, Reusen und Schleppnetzen. Wird überwiegend frisch vermarktet.
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.
Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:
Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.
Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.
Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.
Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!
Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.
Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm
Synonyme:
Lethrinus cinnabarinus Richardson, 1843 · unaccepted
Lethrinus erithracanthus Valenciennes, 1830 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling
Lethrinus kallopterus Bleeker, 1856 · unaccepted






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