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Epinephelus itajara Atlantischer Riesenzackenbarsch

Epinephelus itajara wird umgangssprachlich oft als Atlantischer Riesenzackenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 2000000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Áthila Bertoncini Andrade, Brasilien

Copyright Dr. Áthila Bertoncini, Brasilien


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Áthila Bertoncini Andrade, Brasilien Coipyright by Dr. Áthila Bertoncini Andrade, Brasilien

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
3138 
AphiaID:
159353 
Wissenschaftlich:
Epinephelus itajara 
Umgangssprachlich:
Atlantischer Riesenzackenbarsch 
Englisch:
Atlantic Goliath Grouper 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Epinephelus (Gattung) > itajara (Art) 
Erstbestimmung:
(Lichtenstein, ), 1822 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Angola, Anguilla, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Aruba, Ascencion, St. Helena & Tristan da Cunha, Bahamas, Barbados, Belize, Benin, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, El Salvador, Elfenbeinküste, Florida, Französisch-Guayana, Gabun, Gambia, Ghana, Golf von Guinea, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Jamaika, Kamerun, Karibik, Kolumbien, Kongo, Martinique, Mauritanien, Montserrat, Niederländische Antillen, Nigeria, Nord-West-Atlantik, Panama, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Martin / Sint Maarten, Saint Vincent und die Grenadinen, Saint-Barthélemy, Senegal, Sierra Leone, Sint Eustatius und Saba, Suriname, Togo, Turks- und Caicosinseln, USA, Venezuela, West-Afrika, West-Atlantik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 100 Meter 
Habitate:
Ästuare (Flussmündungen), Brackwasser, Felsige, harte Meeresböden, Korallenriffe, Koralline Böden, Korallenbruch, Mangrovenzonen, Meerwasser, Riffverbunden, Schlammige, nicht verfestigte Böden, Weiche Böden 
Größe:
bis zu 250cm 
Gewicht :
455 kg 
Temperatur:
20°C - 28°C 
Futter:
Große Fische, Hummer, Karnivor (fleischfressend), Kleine Haie, Korallenfische aller Art, Krustentiere, Langusten, Makrelen, Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 2000000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
VU Gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-05-16 11:25:38 

Haltungsinformationen

Epinephelus itajara (Lichtenstein, 1822)

Epinephelus itajara, auch Goliath Grouper oder Riesenzackenbarsch genannt, ist der größte Atlantik-Zackenbarsch und DER Top-Räuber im Korallenriff.

Eine einzelgängerische Art, die in flachen Küstengewässern vorkommt. Sie lebt auf Fels-, Korallen- oder Schlickböden. Jungfische findet man in Mangrovengebieten und Brackwasser-Ästuaren. Große Exemplare können in Ästuaren gefunden werden. Adulte Tiere scheinen begrenzte Reviere zu bewohnen und wandern wenig zwischen Riffen.

Riesenzackenbarsche ernähren sich hauptsächlich von Krustentieren, insbesondere Langusten, sowie von Schildkröten und Fischen, darunter Stachelrochen. In der Nähe ihrer Zufluchtshöhle oder ihres Wracks ist der Riesenzackenbarsch territorial und kann dort mit geöffnetem Maul und zitterndem Körper ein Drohverhalten zeigen. Größere Exemplare sind dafür bekannt, Taucher zu verfolgen und anzugreifen.

Beschreibung: Extrem breiter Kopf; flacher Interorbitalraum; abgerundeter, fein gesägter Vorkiemendeckel; runde, fast gleich große Nasenlöcher; Oberkiefer beschuppt und bis weit über das Auge hinausreichend; 3–5 Reihen fast gleich großer Zähne im mittleren seitlichen Bereich des Unterkiefers; keine Eckzähne im Vorderkiefer; weiterhin gekennzeichnet durch einen Kiemendeckel mit 3 flachen Stacheln, wobei der mittlere der größte ist. Bauchflossen kleiner als Brustflossen. Ansatz der weichen Rücken- und Afterflosse mit Schuppen und dicker Haut bedeckt. Jungvögel gelbbraun mit unregelmäßigen vertikalen Bändern.

Die Art ist überfischt, hauptsächlich durch Speerfischen . Epinephelus itajara wird frisch und gesalzen vermarktet. Das Fleisch ist von ausgezeichneter Qualität.Epinephelus itajara gilt als wichtiger Sportfisch.

Epinephelus itajara soll ein Alter von 37 Jahren erreichen. Der Riesenzackenbarsch ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.

fishbase gibt an: Traumatogenic (Größere Exemplare sind dafür bekannt, Taucher zu verfolgen und anzugreifen).

Man findet ihn in tropischen als auch auch subtropischen Gewässern des West-Atlantik, sowohl in Mangrovenwäldern als auch in Korallenriffen.Erstaunlicherweise ist wenig über die Biologie dieser Fische bekannt. Auch die frühen Lebensphasen sind praktisch unbekannt bzw. bisher unerforscht. Die frühe post-juvenile Phase dieses wichtigen Riff-Fisches wurde bisher noch nie beschrieben.

Aquaristisch ist er schon aufgrund seiner Größe für Riffaquarien uninteressant, obleich er in einigen Groß-Aquarien in den USA und Japan erfolgreich gepflegt wird.

Mehrere Studien auf der ganzen Welt zeigen, dass Fische aus der Familie der Serranidae Variationen in der Körperfarbe aufweisen, um mit anderen Fischen derselben Art zu kommunizieren und sich mit ihnen zu vergesellschaften. Diese Variationen treten häufiger bei Aggregationen auf.
Die Seltenheit und die Schwierigkeit, eine Epinephelus itajara-Ansammlung zu beobachten, könnte der Grund dafür sein, dass die unterschiedlichen Farbdarstellungen des Goliath-Zackenbarsches noch nicht beschrieben wurden.
Das Projekt "Meros do Brasil" hat in den letzten vier Jahren eine E. itajara-Aggregation im Süden Brasiliens untersucht. Während der Tauchgänge registrierten die Forscher sieben verschiedene Farbmuster, die von den Individuen gezeigt wurden: Standard, ganz dunkel, ganz hell, dunkler Körper mit hellem Kopf, dunklem Rücken und hellem Bauch, helle Balken und geteiltes Gesicht halb dunkel halb hell. Darüber hinaus wurden einige augenblickliche Farbveränderungen beobachtet.

Synonyme:
Epinephalus itajara (Lichtenstein, 1822) · unaccepted (misspelling)
Epinephelus itajarra (Lichtenstein, 1822) · unaccepted (misspelling)
Promicrops distalis Roux & Collignon, 1954 · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling (Lapsus calami in Fryer (1959,...)
Promicrops ditobo Roux & Collignon, 1954 · unaccepted
Promicrops esonue Ehrenbaum, 1915 · unaccepted
Promicrops itaiara (Lichtenstein, 1822) · unaccepted (misspelling)
Promicrops itajara (Lichtenstein, 1822) · unaccepted (senior synonym)
Promoicrops itaiara (Lichtenstein, 1822) · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling
Serranus galeus Müller & Troschel, 1848 · unaccepted
Serranus guasa Poey, 1860 · unaccepted
Serranus itajara Lichtenstein, 1822 · unaccepted
Serranus mentzelii Valenciennes, 1828 · unaccepted
Serranus mentzelli Valenciennes, 1828 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Flickr Video (en). Abgerufen am 09.03.2026.
  3. Zackenbarsch frisst Hai (en). Abgerufen am 16.05.2026.

Bilder

Allgemein

Copyright Wolfram Sander, Reefcolor
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Copyright Wolfram Sander, Jucaro, Kuba
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Copyright Dr. Áthila Bertoncini, Brasilien
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Copyright Dr. Áthila Bertoncini, Brasilien
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Copyright Dr. Áthila Bertoncini, Brasilien
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copyright David Brayn, USA
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Erfahrungsaustausch

am 20.02.15#1
Epinephelus itijara ist im Vergleich zu den meisten anderen grossen Zackenbarschen eher friedlich (Vorsicht ist dennoch geboten, denn ein Biss kann schnell böse enden, auch wenn dies nur extrem selten passiert)
Für Heimaquarien sind die Tiere nicht geeignet da sie schlicht und einfach zu gross für ein "normales" Riffaquarium werden. Was die Nahrung betrifft sind sie nicht wählerisch und fressen eigentlich Alles, was ins Maul passt.

Die Fische sind sehr territorial und reagieren auf Artgenossen in ihrem Revier sehr aggressiv, darum sollte man auch als Taucher nicht zu nahe an die Fische gehen wobei sie sich Tauchern gegenüber meist friedlich verhalten) Kannibalismus ist bei Epinephelus itijara nicht selten, besonders Jungtiere werden, solange sie ins Maul passen, auch gefressen.

Epinephelus itijara kann sehr alt werden, wir hatten bei uns am Institut ein Tier das ca 20 Jahre Alt war. Die Tiere können ihr Geschlecht ändern d.h. oft wechseln Weibliche Tiere ihr Geschlecht mit ca 7 Jahren.

Ein sehr faszinierender Fisch aber man sollte den Tieren mit Respekt (nicht Angst) begegnen und sicherlich nicht versuchen sie zu streicheln oder von Hand zu füttern was einige Taucher doch immer mal wieder versuchen.
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