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Epinephelus cyanopodus Gesprenkelter Blauer-Zackenbarsch

Epinephelus cyanopodus wird umgangssprachlich oft als Gesprenkelter Blauer-Zackenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 3000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Graham Edgar, Reef Life Survey, Australien

A Purple Rockcod, Epinephelus cyanopodus, at Lord Howe Island. Source: Graham Edgar / Reef Life Survey. License: CC by Attribution


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Graham Edgar, Reef Life Survey, Australien Copyright Graham Edgar. Please visit reeflifesurvey.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
3278 
AphiaID:
273845 
Wissenschaftlich:
Epinephelus cyanopodus 
Umgangssprachlich:
Gesprenkelter Blauer-Zackenbarsch 
Englisch:
Purple Rockcod,Speckled Blue Grouper 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Epinephelus (Gattung) > cyanopodus (Art) 
Erstbestimmung:
(Richardson, ), 1846 
Vorkommen:
Afrika, Australien, Bali, China, Fidschi, Flores, Hong Kong, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kiribati, Kleine Sundainseln, Lord-Howe-Insel, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Molukken, Neukaledonien, New South Wales (Ost-Australien), Ogasawara-Inseln, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Taiwan, Thailand, Timor-Leste (Ost-Timor), Tonga, Tuvalu, Vietnam 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
2 - 150 Meter 
Habitate:
Außenriffe / Seewärts gerichtete Riffe, Buchten, Korallenriffe, Lagunen, Meerwasser, Riffverbunden, Sandige Meeresböden 
Größe:
64 cm - 122 cm 
Gewicht :
17,3 kg 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Krabben, Krustentiere, Räuberische Lebensweise 
Aquarium:
~ 3000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-09-08 16:44:27 

Haltungsinformationen

Epinephelus cyanopodus (Richardson, 1846)

Jungtiere sind überwiegend gelb und färben sich im vorderen Bereich grau mit dunklen Flecken. Der graue Bereich vergrößert sich mit zunehmender Körpergröße, bis bei Exemplaren von 15 bis 20 cm Länge nur noch die Flossen gelb sind.

Epinephelus cyanopodus ist meist in der Nähe isolierter Korallenstöcke in Lagunen oder Buchten anzutreffen, kommt aber auch im Bereich des Außenriffs vor. Der Zackenbarsch schwimmt meist im Freiwasser, einige Meter über dem Boden. Er wird nachts häufig von Anglern gefangen.

Ernährt sich hauptsächlich von im Sand lebenden Fischen und Krebstieren, wie etwa Schlangenaalen und Schamkrabben (Calappidae).

Der Zackenbarsch wird auf den Lebendfischmärkten von Hongkong gehandelt.

Epinephelus cyanopodus ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonymised names
Epinephalus kohleri Schultz, 1953 · unaccepted (misspelling)
Epinephelus hoedti (Bleeker, 1855) · unaccepted (misspelling)
Epinephelus hoedtii (Bleeker, 1855) · unaccepted
Epinephelus kohleri Schultz, 1953 · unaccepted
Epinephelus suitonis Tanaka, 1915 · unaccepted
Homalogrystes luctuosus De Vis, 1882 · unaccepted
Serranus cyanopodus Richardson, 1846 · unaccepted
Serranus hoedtii Bleeker, 1855 · unaccepted
Serranus punctatissimus Günther, 1859 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. FishBase (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Wikipedia (en). Abgerufen am 08.09.2026.

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Allgemein


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