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Epinephelus cyanopodus Zackenbarsch

Epinephelus cyanopodus wird umgangssprachlich oft als Zackenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 3000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
3278 
AphiaID:
273845 
Wissenschaftlich:
Epinephelus cyanopodus 
Umgangssprachlich:
Zackenbarsch 
Englisch:
Purple Rockcod Or Speckled Blue Grouper 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Epinephelus (Gattung) > cyanopodus (Art) 
Erstbestimmung:
(Richardson, ), 1846 
Vorkommen:
Afrika, Australien, Bali, China, Fidschi, Flores, Hong Kong, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kiribati, Kleine Sundainseln, Lord-Howe-Insel, Malaysia, Marshallinseln, Mikronesien, Molukken, Neukaledonien, New South Wales (Australien), Ogasawara-Inseln, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Australien), Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Tonga, Tuvalu, Vietnam 
Meerestiefe:
2 - 150 Meter 
Größe:
bis zu 80cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krabben, Krustentiere, Räuberische Lebensweise, Stinte 
Aquarium:
~ 3000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-01-25 19:18:12 

Haltungsinformationen

Der Epinephelus cyanopodus wurde uns von Michael Hartl, Lünen, eingereicht .
Er erreicht eine Gesamtlänge von bis zu ca 80cm, und ist daher nichts für kleine Aquarien.

Verbreitung im gesamten Indopazifik, Australien, Afrika und Philippinen.

Hälterung wie andere Zackenbarsche, nur in großen Aquarien möglich.

Schwierigkeitsgrad: mittel


Allgemeines zu Zackenbarschen vom Lexikon:
Robert Trejbal hält einige Zackenbarsche, die sich alle gut miteinander vergesellschaften liesen
(Wenn man neue Tiere dazu setzt, müssen die Alteingesessenen gut durchgefüttert sein, dann stellen sie den neuen Tieren auch nicht nach).

Mit Doktoren und Kaisern hat Robert kein Problem, sogar der Putzerfisch wird problemlos akzeptiert. Steinkorallen allgemein wachsen trotz reichhaltiger Fütterung der Cephalopoden gut und zeigen schöne Farben. Beim Kauf von kleinen Exemplaren ist darauf zu achten, dass sie schon beim Händler gut fressen, weil kleine Tiere oft durch den Transport geschwächt sind und sich nur langsam an Futter gewöhnen.

Man sollte das Riff so aufbauen, dass jedes Tier aus der Gattung Cephalopholis seinen eigenen Unterstand hat. Es kommt auch oft vor, dass große Sacrophyton als Unterstand benutzt werden oder die Tiere sich darauf ausruhen, was aber nicht weiter schlimm ist. Es ist anzumerken, dass aquariengewachsene Tiere immer etwa 3-5cm kleiner bleiben, aus welchen Gründen auch immer.
Sie wachsen zwar schnell heran, aber irgendwann gibt es eine Phase, in der sich das Wachstum plötzlich verlangsamt, bei ca. 3/4 der zu erreichenden Größe.


Futter: auch Stinte und geschälte Krabben !

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonym:
Epinephalus kohleri Schultz, 1953
Epinephelus hoedti (Bleeker, 1855)
Epinephelus hoedtii (Bleeker, 1855)
Epinephelus kohleri Schultz, 1953
Epinephelus suitonis Tanaka, 1915
Homalogrystes luctuosus De Vis, 1882
Serranus cyanopodus Richardson, 1846
Serranus hoedtii Bleeker, 1855
Serranus punctatissimus Günther, 1859

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Epinephelinae (Subfamily) > Epinephelus (Genus) > Epinephelus cyanopodus (Species)

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi)

Bilder

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