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Gymnothorax favagineus Große Netzmuräne

Gymnothorax favagineus wird umgangssprachlich oft als Große Netzmuräne bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Es wird ein Aquarium von mindestens 5000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


Profilbild Urheber François Libert, Frankreich

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Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers François Libert, Frankreich . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
151 
AphiaID:
217509 
Wissenschaftlich:
Gymnothorax favagineus 
Umgangssprachlich:
Große Netzmuräne 
Englisch:
Laced Moray 
Kategorie:
Muränen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Muraenidae (Familie) > Gymnothorax (Gattung) > favagineus (Art) 
Erstbestimmung:
Bloch & Schneider, 1801 
Vorkommen:
Afrika, Andamanen und Nikobaren, Australien, Bali, Fidschi, Golf von Oman / Oman, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Jemen, Kenia, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Mauritius, Mayotte, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Ost-Afrika, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Rotes Meer, Seychellen, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sumatra, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Vietnam, West-Pazifik, Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 50 Meter 
Habitate:
Außenriffe / Seewärts gerichtete Riffe, Brackwasser, Korallenriffe, Meerwasser, Riffhänge, Unterwasserhöhlen 
Größe:
270 cm - 300 cm 
Temperatur:
24,5°C - 29,1°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krabben, Krebse, Krustentiere, Muschelfleisch, Räuberische Lebensweise, Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda) 
Aquarium:
~ 5000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-02-14 17:46:12 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Gymnothorax favagineus besitzt / enthält ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Lebensgefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Gymnothorax favagineus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Gymnothorax favagineus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Haltungsinformationen

Gymnothorax favagineus Bloch & Schneider, 1801

Die Muräne ist im Wesentlichen weiß mit schwarzen Flecken und Zwischenräumen, die ein wabenartiges Muster bilden. Manche Exemplare wirken fast vollständig schwarz. Die Flecken variieren je nach Individuum und Größe, oft in Abhängigkeit vom Lebensraum. Muränen in klaren Korallenriffen weisen in der Regel anteilsmäßig weniger Schwarz auf als solche in trüben Gewässern.

Sie bewohnt Riffebenen und Außenriffhänge kontinentaler Riffe. Sie ist eine der beiden größten Muränenarten des Indopazifiks. Man findet sie häufig in Höhlen zusammen mit Putzerlippfischen oder Garnelen. Ihre Nahrung besteht aus Kopffüßern und kleinen Fischen. Große, ausgewachsene Tiere können aggressiv sein.

Ist eine der grössten Muränenarten, mit bis zu 300 cm Länge. Ist im Riff ein Einzelgänger, vermutlich auch im Aquarium. Sollte nur in sehr großen Aquarien gehalten werden, welche speziell für Muränen gedacht sind. Wichtig sind Versteckmöglichkeiten.Muränen wachsen in Gefangenschaft ca. 20 cm im Jahr, ja nach Futterangebot.

Diese Muräne zeigt sich auch tagsüber. Durch den hohen Futterumsatz sollte die Technik ausreichend sein, und mann sollte an evtl. grössere Wasserwechsel denken.Diese Art ist ein Räuber, der kleinere Fische auf dem Speiseplan hat, mit zunehmender Größe auch grösere Fische. Das sollte man bei der Haltung immer bedenken. Kann leicht mit G. permistus verwechselt werden, aber man sieht den Unterschied durch ein Vergleichsfoto im Lexikon schon gut.

Garnelen/kleine Fische im Aquarium?
Aufgrund des natürlichen Jagdinstiktes werden Garnelen oder auch kleine Fische als Futter angesehen und bei passender Größe auch gejagt und gefressen.
Auch Putzergarnelen können dem Jäger zum Opfer fallen, wenn der Hunger entsprechen groß ist.

Fütterung
Aufgrund der Futteransprüche (ganze tote Fische oder ganze tote Garnelen oder sonstiges Futterstücke) und / oder der Nachahmung eines lebendes Tieres und / oder der Gefährlichkeit des Fisches/Krebses (Biss- oder Stichverletzungen des Pflegers) sollte eine Futterzange oder eine Pinzette mit langem Stiel benutzt werden.

Ausbruchsicher
Alle Muränen sind nachtaktive Fische die das gesamte Aquarium abschwimmen, deshalb sollte das Aquarium gut gegen Ausbruch abgesichert sein, da jeder Ausgang gefunden wird.

Der Biss einer Muräne kann, je nach Größe und Bisstiefe der Tiere, für Menschen auch tödlich sein.
Das Eindringen der spitzen Zähne einer Muräne in die menschliche Haut ist in jedem Fall sehr schmerzhaft und es sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, da der Speichel von Muränen giftig ist und eine Vielzahl unterschiedlichster Bakterien enthält. In jedem Fall sollte sich ein Arzt die Bissstellen ansehen, um eine mögliche Blutvergiftung zu behandeln oder auszuschließen

Achtung: Der Fisch kann Tauchern in die Finger beißen, also Vorsicht walten lassen!

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Synonyme:
Enchelycore favagineus (Bloch & Schneider, 1801) · unaccepted
Gymnothorax favagiensis (Bloch & Schneider, 1801) · unaccepted (misspelling)
Gymnothorax permistus (Smith, 1962) · unaccepted
Gymnothorax pescadoris (non Jordan & Evermann, 1902) · unaccepted
Gymnothorax tesselatus (Richardson, 1845) · unaccepted (misspelling)
Gymnothorax tessellata (Richardson, 1845) · unaccepted
Gymnothorax tessellatus (Richardson, 1845) · unaccepted
Lycodontis favagineus (Bloch & Schneider, 1801) · unaccepted
Lycodontis permistus Smith, 1962 · unaccepted
Lycodontis tessellata (Richardson, 1845) · unaccepted
Muraena tessellata Richardson, 1845 · unaccepted

Direct children (1)
Subspecies Gymnothorax favagineus isingteenus (Richardson, 1845) accepted as Gymnothorax isingteena (Richardson, 1845)

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 03.01.17#1
Hatte diese Muräne in den 90 er Jahren in meinem 2,00 Meter Becken zusammen mit einer Echidna Nebulosa . Bei guter Fütterung beider Muränen mit Seelachsfilet, gab es nie Übergriffe auf andere Mitbewohner. Die Muräne wuchs innerhalb eines Jahres um gut 60 Zentimeter und ich musste sie bei einer Größe von 120 cm an einen Zoofachhändler wieder abgeben.
Im Aquarium selber war sie sehr zutraulich und hat die Seelachsstücke vorsichtig aus der Hand genommen, Beim hantieren im Becken war sie immer zurückhaltend wobei ich schon ein wenig Angst vor den gläsernen spitzen Zähnen hatte.
Ich hätte mich eher besser vor den Dendrochius Brachyptherus vorsehen sollen den da hab ich einem beim füttern meinen Zeigefinger in die Rückenflossen Stachel gesteckt.

Nun was zur Kraft dieses Tieres.
Beim Herausfangen, die ausgewachsene Sternchenmuräne war zu erst im Transporteimer und ich bat meine Frau mit einer dünnen Fensterglasscheibe den Eimer abzudecken, als ich dann die Netzmuräne mit 2 Netzten in den Eimer tun wollte und meine Frau die Glasscheibe kurz vor meinem Gesicht hielt, sprang die Muräne aus dem Eimer hoch durchschlug die Scheibe um dann wieder in den Eimer zurück zu fallen.

Zur Haltbarkeit kann ich nur sagen, das ich nie Probleme mit Ihr hatte und auch keine große Eingewöhnungszeit , Krankheiten wie Pünktchen kennen Muränen eh nicht. Einzig der Stoffwechsel ist enorm und trotz damaliger guten Abschäumung mit einem ATK 25 cm. Durchmesser 150 cm Höhe und der damalig verbauten Heizungspumpe als Disperigator + Wöchentlichem Wasserwechsel von 20%. Ich hatte Nitratwerte um die 500 mg im Becken . Reines Fischbecken.
Ein sehr Interessantes Tier für den der das Besondere mag. Zudem ich nie Ausbruchsversuche feststellen konnte obwohl das Becken komplett oben offen war.
1 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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