Haltungsinformationen
Chromis ist die wohl artenreichste Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae). Im Deutschen werden die Fische gerne auch als Schwalbenschwänzchen bezeichnet. Es sind (zumindest im Meer) Schwarmfische, die in tropischen aber auch subtropischen Korallenriffen des Atlantiks und des Indopazifiks leben, hier meist in einer Tiefenverbreitung von ca. 15- 20 Metern. Nur wenige gehen deutlich tiefer.
An sich wird der Chromis viridis als Schwarmfisch angepriesen und so auch lange Zeit von uns hier im Lexikon geführt. Aber das mit der Schwarmhaltung ist oft nur eine Sache der Zeit. Der schwächste ist der erste der verschwindet und das geht munter so weiter bis zum Schluß meist nur 2 Tiere über bleiben.
Chromis-Riffbarsche tauchen gerne in große Acroporen ab, wenn ihnen Gefahr droht, daher macht zumindest eine leichter zu pflegende, größere Acropora im Becken Sinn.
Werden die Riffbarsche grösser, kommt es meist zur Bildung von Paaren und daher auch zu Problemen untereinander, besonders dann, wenn sie laichen wollen. Das dominante Männchen jagt die Weibchen durchs Becken und drängt diese zur Paarung.
Man sollte diesen und andere Chromis Arten nur Paarweise halten, nicht im Schwarm.
Synonyme:
Dascyllus cyanurus Rüppell, 1838 · unaccepted
Glyphisodon bandanensis Bleeker, 1851 · unaccepted
Heliases frenatus Cuvier, 1830 · unaccepted
Heliases lepisurus Cuvier, 1830 · unaccepted
Pomacentrus viridis Cuvier, 1830 · unaccepted
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. Paddy Ryan, USA


