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Apogon talboti Kardinalbarsch

Apogon talboti wird umgangssprachlich oft als Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Gerald (Gerry) Robert Allen, Australien

Foto: Halmahera, Indonesien


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Gerald (Gerry) Robert Allen, Australien

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11624 
AphiaID:
209316 
Wissenschaftlich:
Apogon talboti 
Umgangssprachlich:
Kardinalbarsch 
Englisch:
Flame Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Kurtiformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Apogon (Gattung) > talboti (Art) 
Erstbestimmung:
Smith, 1961 
Vorkommen:
Australien, Brunei Darussalam, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chesterfieldinseln, Dampier-Archipel, Fidschi, Flores, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Great Barrier Riff, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Korallenmeer (Ost-Australien), Malaysia, Malediven, Maumere, Mauritius, Neukaledonien, Nord-Afrika, Osterinsel (Rapa Nui), Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Taiwan, Vietnam, Weihnachtsinsel 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 37 Meter 
Größe:
9 cm - 14 cm 
Temperatur:
26°C - 28°C 
Futter:
Fischlarven, Fischbrut, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-05-05 12:20:49 

Haltungsinformationen

Apogon talboti

Große Augen weisen entweder auf ein Vorkommen in großen Tiefen, hier gilt es, die vorhandenen restlichen Lichtmengen noch möglichst optimal nutzen zu können, oder aber auf ein nachtaktives Tier mit der gleichen Intention.

Kardinalbarsche sind überwiegend nachtaktiv, viele Arten halten sich tagsüber in Höhlen, Riffspalten, unter Überhängen oder zwischen Korallen verborgen, um mit Einbruch der Dunkelheit auf Zooplanktonjagt zu schwimmen.So auch bei Ostorhinchus talboti, das Foto von Dr. Gerry Allen zeigt einen 8,5cm langen Kardinalbarsch.

Auch wenn Kardinalbarsche nicht den Eindruck eines Räubers vermitteln, so stehen doch kleinere Fische und anderer Invertebraten auf ihrem Speiseplan.
Manche Kardinalbarsche leben in Gruppen oder kommen sogar in Schwärmen vor, der Schwarm gewährt einzelnen Individuen Schutz vor größeren Räubern, Apogon talboti hingegen kommt als Einzeltier vor.

Regelmäßige Importe scheinen schon aus diesem Grund nicht zu erfolgen, diese Tiere wäre dann zu teuer, Haltungen in Aquarien sind uns auch nicht bekannt.

Synonym:
Apogon talboti Smith, 1961

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. Encyclodedia of Life (EOL) (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. Fishes of Australia (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  4. Reef Fishes of the East Indies, Appendix (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  5. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Adult


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