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Apogon pillionatus Kardinalbarsch

Apogon pillionatus wird umgangssprachlich oft als Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Doug, Curaçao

Foto; Bonaire, Süd-Karibik


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Doug, Curaçao . Please visit biogeodb.stri.si.edu for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17290 
AphiaID:
273071 
Wissenschaftlich:
Apogon pillionatus 
Umgangssprachlich:
Kardinalbarsch 
Englisch:
Broadsaddle Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Kurtiformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Apogon (Gattung) > pillionatus (Art) 
Erstbestimmung:
Böhlke & Randall, 1968 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Bonaire, Britische Jungferninseln, Dominica, Dominikanische Republik, Florida, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Hawaii, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Niederländische Antillen, Panama, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Martin / Sint Maarten, Saint Vincent und die Grenadinen, Saint-Barthélemy, Sint Eustatius und Saba, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, Venezuela, West-Atlantik 
Meereszone:
Supratidal (Supralitoral), Spritzwasserzone oberhalb der Hochwasserlinie außerhalb des Gezeitenbereiches, die nur bei Sturmflutereignissen kurzzeitig vom Wasser bedeckt wird 
Meerestiefe:
15 - 90 Meter 
Habitate:
Geröllböden, Korallenriffe, Koralline Böden, Korallenbruch, Riffverbunden 
Größe:
bis zu 6.5cm 
Temperatur:
23.6°C - 27.6°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-03-08 16:36:36 

Haltungsinformationen

Apogon pillionatus ist ein recht seltener Kardinalbarsch, von dem es auch nur sehr wenige Fotos eines lebenden Fisches in seinem natürlichen Habitat gibt.
Doug, der uns freundlicherweise sein tolles Foto zur Verfügung gestellt hat, schrieb dazu:

" Ich weiß noch, wie ich das Foto gemacht habe. Es war in Bonaire und wir tauchten in einem Trümmergebiet. Ich sah den Fisch, machte ein paar Fotos und dachte nicht weiter darüber nach. Als wir uns die Fotos später ansahen, stellten wir fest, dass es ein sehr seltener Fisch war. Als wir später zurückkamen, um weitere (bessere) Fotos zu machen, konnten wir ihn nicht finden. Wir haben nie wieder einen gesehen."

Der Barsch bevorzugt Geröllböden in der Nähe von Riffen, wo er schnell guten Schutz vor Fressfeinden finden kann.

Selten vorkommende Tiere sind aufgrund ihrer Seltenheit naturgemäß auch weniger gut untersucht, die unterschiedlichen Daten zum Kardinalfisch verdeutlichen dies:

Wassertiefe laut
FishBase: 5 - 90 Meter
IUCN Rote Liste: 7 - 90 Meter
Shorefishes of the Greater Caribbean online information system: 7 - 122 Meter

Einen detaillierten Hinweis auf das bevorzugte Futter des Barschs bleiben leider alle Quellen schuldig!

Der Kardinalbarsch ist rot mit 2 dunklen Balken: ein schmaler Balken unter der Rückseite der Rückenflosse und vor dem Schwanzansatz, und einem sehr breiter Balken am Ende des Schwanzansatzes, die durch einen Abstand < Breite des hinteren Balkens getrennt sind.
Oftmals ist unmittelbar hinter jedem dieser dunklen Balken ein heller schmaler weißer Balken sichtbar, manchmal ist ein weißer Balken vor dem ersten dunklen Balken zu sehen.

Wir bedanken uns herzlichst bei Doug aus Curaçao für seine Freundlichkeit, uns sein Foto von Apogon pillionatus zur Verfügung zu stellen.

Den besonderen Freunden und Liebhabern von Kardinalsfischen empfehlen wir das einen Download des Buchs "Cardinalfishes of the World" von Rudie H. Kuiter:
https://www.researchgate.net/publication/335777894_ApogonidaeFishesLRs

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. Apogon pillionatus Böhlke and Randall (en). Abgerufen am 06.03.2025.
  2. Cardinalfishes of the World (en). Abgerufen am 06.03.2025.
  3. FishBase (multi). Abgerufen am 06.03.2025.
  4. Shorefishes of the Greater Caribbean online information system (multi). Abgerufen am 06.03.2025.

Bilder

Allgemein


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