Haltungsinformationen
Enneapterygius velatus (Satokuni Tashiro, Hiroshi Senou, Hiroyuki Motomura 2018. )
Der wunderschöne kleine Schleimfisch wurde erst im Jahr 2018 neu beschrieben.
Triplefins sind eine Fischgruppe mit mehr als 180 anerkannten Arten. Diese leben in der Regel in flachen tropischen und subtropischen Lebensräumen. Die vielfältigsten aus der Gruppe sind die 64 Mitglieder der Gattung Enneapterygius, die überall im Indopazifik vom Roten Meer bis nach Hawaiii und Pitcairn zu finden sind.
Diese Fische werden normalerweise nur in den obersten 10 Metern des Riffs angetroffen. Nun kommt eine neue Art die deutlich tiefer gefunden wurde! Enneapterygius velatus ist nach seiner markantesten Eigenschaft benannt, einer enorm hohen ersten Rückenflosse, die mehr als ein Drittel seiner Körperlänge erreichen kann.
Wenn man so klein ist, wie der Spitzkopf-Schleimfisch Enneapterygius velatus, dann muss eine besondere Überlebensstrategie her, um nicht sofort von größeren Räubern gefressen zu werden. Das augenscheinliche Erfolgsrezept heißt hier: Tarnung durch Anpassung an seinen Untergrund. Die Silhouette des Fisches löst sich fast komplett vor dem Bild seiner Stammkoralle auf, Ausnahme sind nur die großen Augen des Fischs.
Er tritt in tiefen von 31 bis 44 Metern auf, bisweilen findet man ihn auch auf 55 Metern.
Der kleine Schleimfisch wird nicht gezielt importiert und kommt daher höchstens einmal als Beifang in den Handel. Von daher können wir noch gar keine Haltungsempfehlungen abgeben. Die Chancen ihn aber mal anzutreffen sind gar nicht so schlecht.
Satokuni Tashiro, Hiroshi Senou and Hiroyuki Motomura. 2018.
Enneapterygius velatus, A New Deepwater Triplefin (Perciformes: Tripterygiidae) from the Ryukyu Islands, southern Japan. Ichthyological Research. DOI: 10.1007/s10228-018-0617-8
Classification:
Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Blennioidei (Suborder) > Tripterygiidae (Family) > Tripterygiinae (Subfamily) > Enneapterygius (Genus)
Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.
https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#
Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Der wunderschöne kleine Schleimfisch wurde erst im Jahr 2018 neu beschrieben.
Triplefins sind eine Fischgruppe mit mehr als 180 anerkannten Arten. Diese leben in der Regel in flachen tropischen und subtropischen Lebensräumen. Die vielfältigsten aus der Gruppe sind die 64 Mitglieder der Gattung Enneapterygius, die überall im Indopazifik vom Roten Meer bis nach Hawaiii und Pitcairn zu finden sind.
Diese Fische werden normalerweise nur in den obersten 10 Metern des Riffs angetroffen. Nun kommt eine neue Art die deutlich tiefer gefunden wurde! Enneapterygius velatus ist nach seiner markantesten Eigenschaft benannt, einer enorm hohen ersten Rückenflosse, die mehr als ein Drittel seiner Körperlänge erreichen kann.
Wenn man so klein ist, wie der Spitzkopf-Schleimfisch Enneapterygius velatus, dann muss eine besondere Überlebensstrategie her, um nicht sofort von größeren Räubern gefressen zu werden. Das augenscheinliche Erfolgsrezept heißt hier: Tarnung durch Anpassung an seinen Untergrund. Die Silhouette des Fisches löst sich fast komplett vor dem Bild seiner Stammkoralle auf, Ausnahme sind nur die großen Augen des Fischs.
Er tritt in tiefen von 31 bis 44 Metern auf, bisweilen findet man ihn auch auf 55 Metern.
Der kleine Schleimfisch wird nicht gezielt importiert und kommt daher höchstens einmal als Beifang in den Handel. Von daher können wir noch gar keine Haltungsempfehlungen abgeben. Die Chancen ihn aber mal anzutreffen sind gar nicht so schlecht.
Satokuni Tashiro, Hiroshi Senou and Hiroyuki Motomura. 2018.
Enneapterygius velatus, A New Deepwater Triplefin (Perciformes: Tripterygiidae) from the Ryukyu Islands, southern Japan. Ichthyological Research. DOI: 10.1007/s10228-018-0617-8
Classification:
Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Blennioidei (Suborder) > Tripterygiidae (Family) > Tripterygiinae (Subfamily) > Enneapterygius (Genus)
Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.
https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#
Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. Hiroshi Senou, Japan