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Enneapterygius hollemani Holleman´s Dreiflossen-Schleimfisch

Enneapterygius hollemani wird umgangssprachlich oft als Holleman´s Dreiflossen-Schleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Richard und Mary Field, Malta

Foto: Dschidda, Suadi-Arabien, Rotes Meer

/ 1998
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Richard und Mary Field, Malta

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13658 
AphiaID:
277313 
Wissenschaftlich:
Enneapterygius hollemani 
Umgangssprachlich:
Holleman´s Dreiflossen-Schleimfisch 
Englisch:
Holleman's Triplefin 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Tripterygiidae (Familie) > Enneapterygius (Gattung) > hollemani (Art) 
Erstbestimmung:
Randall, 1995 
Vorkommen:
Endemische Art, Golf von Oman / Oman, Rotes Meer, Saudi-Arabien 
Meerestiefe:
0 - 2 Meter 
Größe:
3,3 cm - 3,9 cm 
Temperatur:
27°C - 29°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-02-28 18:53:13 

Haltungsinformationen

Enneapterygius hollemani wird in Gezeitentümpeln, Felsbecken und flachen Felsküsten an der zentralen und südlichen Küste Omans gefunden.

Der Körper der Männchen hat eine blassgrüne Farbe, die Schuppenränder sind mit Holleman roten und dunkelbraunen Flecken versehen, die 3 breite, dunkle Balken bilden, die sich ventral teilen, 2 unterhalb der zweiten Rückenflosse und einer unterhalb der dritten Rückenflosse.
Die Balken sind ventral dunkler als dorsal und durch Gruppen von weißen Flecken getrennt.
Auf dem Schwanzstiel befindet sich ein viereckiger dunkler Fleck, sein hinterer Rand hat einen schmalen dunkelbraunen Balken an der Basis der Schwanzflosse.

Der Bauch ist weiß, der Anus schwarz umrandet, ein schwarzer präanaler Fleck kann vorhanden sein oder auch nicht.
Kopf eine Mischung aus blassgrün, rot und braun, ventral blassgrün werdend.
Die Oberlippe ist dunkel der Orbitalzirrus ist weiß.
Die erste Rückenflosse ist cremeweiß mit roter Spitze am ersten Stachel, die zweite Rückenflosse mit roten Querbändern auf den Stacheln, die schrägen weißen Bändern und einem düsteren Band an der Basis.
Die dritte Rückenflosse ist ähnlich, aber blasser.
Die Analflosse ist mit schwarzen Flecken basal versehen, die sich innen und diagonal über die Flosse fortsetzen, dazwischen weiße Strahlen mit weißen und dunkelroten Flecken.
Die Brustflossenstrahlen sind weiß mit roten Rändern und 6 dunkelbraunen Flecken, die 6 unregelmäßige Querbalken bilden, die unteren Strahlen sind distal orange-gelb, die Membranen blass.
Die Beckenflossen sind weiß, die Schwanzflosse hat ein schmales, weißes Band am Ansatz, sowie transparenten Membranen und hellgrünen Strahlen.

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


Bilder

Männlich


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