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Apogon fugax Der schwer zu findende Kardinalbarsch, Tiefsee-Kardinalbarsch

Apogon fugax wird umgangssprachlich oft als Der schwer zu findende Kardinalbarsch, Tiefsee-Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Sergey V. Bogorodsky, Russland

Foto: Dschaizan (Jizan), Saudi Arabien

/ Holotyp, 46.2 mm TL
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Sergey V. Bogorodsky, Russland Copyright Dr. Sergey V. Bogorodsky

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18408 
AphiaID:
1536365 
Wissenschaftlich:
Apogon fugax 
Umgangssprachlich:
Der schwer zu findende Kardinalbarsch, Tiefsee-Kardinalbarsch 
Englisch:
Elusive Cardinalfish, Deep-Sea Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Apogoniformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Apogon (Gattung) > fugax (Art) 
Erstbestimmung:
Gon, Bogorodsky, Mal & Alpermann, 2020 
Vorkommen:
Arabisches Meer , Indien, Indischer Ozean, Myanmar (ehem. Birma), Östlicher Indischer Ozean, Pakistan, Rotes Meer, Saudi-Arabien, West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
60 - 340 Meter 
Habitate:
Bodenlebendes Meerestier (demersal), Felsige, harte Meeresböden, Korallenriffe, Mesophotische Riffe (40 -150 Meter), Rariphotische Zonen (etwa 200 bis 1.000 Meter Tiefe) 
Größe:
bis zu 8,4cm 
Temperatur:
~ 11,5°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-06-15 13:51:05 

Haltungsinformationen

Der gewählte englische Name "Elusive Cardinalfish" heißt auf Deutsch übersetzt "Der schwer zu findende Kardinalbarsch", was sich auf die Wassertiefe des Vorkommens dieser Art bezieht.
In der Erstbeschreibung der Art aus 2020 konnte Apogon fugax in einem Tiefenbereich von 54 - 129 Metern nachgewiesen werden, die fünf Tiere hatten eine Größe von knapp 6cm.

Der Holotyp wurde vor Dschaizan im Süden Saudi-Arabiens im Roten Meer in einer Tiefe von 60–67 Metern gefangen, zwei Paratypen, konnten vor Myanmar in Tiefen von 54 und 129 Metern gefangen werden, sowie zwei Paratypen, die vor Westaustralienaus einer Tiefe von 166 Meter.
Das Exemplar aus dem Roten Meer wurde zusammen mit zwei Arten gefangen, die solche Lebensräume bewohnen, nämlich Apogonichthyoides pseudotaeniatus (Gon) und Lutjanus argentimaculatus (Forsskål), und die beiden Exemplare aus Myanmar wurden am frühen Abend (zwischen 16:50 und 18:30 Uhr) gefangen, möglicherweise, als sie aus ihrem Tagesversteck kamen, um zu fressen.

2025 wurde Apogon fugax um den Indischen Bundesstaat Kerala, Indien bei Tiefsee-Garnelenfang aus einer deutlich größeren Tiefe mit einem Schleppnetz aus einem Bereich zwischen 250 - 340 Metern angelandet.
Die hier entdeckten Fische waren zudem ein deutliches Stück größer, sie erreichten 75,62–84,28 mm SL.

Apogon fugax weißt Merkmale auf, die mit der Artengruppe der „Talboti-Doppelgänger“ (d. h. Apogon caudicinctus, Apogon dianthus und Apogon soloriens) sowie mit Apogon rubrifuscus und Apogon deetsie übereinstimmen.

Apogon fugax ist ganzheitlich rötlich-orangefarben, die Schuppenränder sind durch größere Chromatophoren hervorgehoben.
Fünf vertikal ausgerichtete schwarze Punkte befinden sich auf der Membran zwischen dem 2. und 3. Rückenflossenstrahl; und schwache, dunkle Punkte unterschiedlicher Größe sind über den Schwanzstiel unmittelbar vor der Schwanzflossenbasis verteilt.

Etymologie.
Diese Art trägt den Namen „fugax“ (lateinisch für „schwer fassbar“), da sie sich trotz intensiver Sammelbemühungen im Roten Meer und im Indischen Ozean der Entdeckung entzieht.

Unser Dank für das erste Foto dieser Tiefsee-Kardinalbarschart geht an Dr. Sergey V. Bogorodsky

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