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Chaetodon auriga Fähnchen - Falterfisch

Chaetodon auriga wird umgangssprachlich oft als Fähnchen - Falterfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 800 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii

Copyright Dr. J. E. Randall, Marshall Islands, Kwajalein,


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii . Please visit hbs.bishopmuseum.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
477 
AphiaID:
218730 
Wissenschaftlich:
Chaetodon auriga 
Umgangssprachlich:
Fähnchen - Falterfisch 
Englisch:
Threadfin Butterflyfish 
Kategorie:
Falterfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Acanthuriformes (Ordnung) > Chaetodontidae (Familie) > Chaetodon (Gattung) > auriga (Art) 
Erstbestimmung:
Forsskål, 1775 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Arabisches Meer , Australien, Banggai-Inseln, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Galápagos-Inseln, Golf von Oman / Oman, Guam, Hawaii, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Israel, Japan, Jemen, Johnston-Atoll, Jordanien, Kenia, Kokos-Keelinginseln, Korea, La Réunion, Lord-Howe-Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Neukaledonien, Neuseeland, Niue, Nördliche Mariannen, Norforkinsel, Ost-Afrika, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Raja Ampat, Rapa, Rotes Meer, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sulawesi, Tahiti, Taiwan, Tansania, Thailand, Tonga, Vanuatu, Vietnam, Wake-Atoll, Weihnachtsinsel 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 60 Meter 
Habitate:
Korallenriffe, Meerwasser, Riffverbunden 
Größe:
bis zu 23cm 
Temperatur:
25.5°C - 29°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Glasrosen, Karnivor (fleischfressend), Korallen(polypen) = korallivor, Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 800 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-08-24 19:13:37 

Haltungsinformationen

Chaetodon auriga Forsskål, 1775

Der Fähnchen-Falterfisch (Chaetodon auriga) ist eine Art aus der Familie der Falterfische. Chaetodon auriga lebt in 1 bis 10 Meter Wassertiefe. Dem Fähnchen-Falterfischen aus dem Roten Meer fehlt der Augenfleck.

Chaetodon auriga ernährt sich im Meer von Stein- und Weichkorallenpolypen, Borstenwürmern, Algen, kleinen Krebstieren und Schnecken.

Helmut Strutz: Chaetodon auriga zählt zu den gut haltbaren Falterfischen. Obwohl sich auch diese Art u.a. von Korallenpolypen ernährt, scheint sie mit Ersatzfutter gut zurecht zu kommen. In ein Riffaquarium sollte man den Fisch aber nur setzen, wenn man mit einer Glasrosenplage zu kämpfen hat.

Im Roten Meer soll die Unterart Chaetodon auriga auriga vorkommen, welcher der schwarze Fleck in der Dorsale fehlt. Die anderen zählt man zur Unterart Chaetodon auriga setifer.

fishbase gibt an: Reports of ciguatera poisoning!

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Anisochaetodon auriga (Forsskål, 1775) · unaccepted
Chaetodon auriga setifier (Bloch, 1795) · unaccepted
Chaetodon lunaris Gronow, 1854 · unaccepted
Chaetodon satifer Bloch, 1795 · unaccepted (misspelling)
Chaetodon sebanus Cuvier, 1831 · unaccepted
Chaetodon setifer Bloch, 1795 · unaccepted
Linophora auriga (Forsskål, 1775) · unaccepted
Pomacanthus filamentosus Lacepède, 1802 · unaccepted
Pomacentrus setifer (Bloch, 1795) · unaccepted
Rabdophorus linophora auriga (Forsskål, 1775) · unaccepted (senior synonym)
Sarothrodus auriga (Forsskål, 1775) · unaccepted
Tetragonoptrus auriga (Forsskål, 1775) · unaccepted
Tetragonoptrus setifer (Bloch, 1795) · unaccepted

Direct children (1)
Subspecies Chaetodon auriga setifier (Bloch, 1795) accepted as Chaetodon auriga Forsskål, 1775

Weiterführende Links

  1. FishBase (en). Abgerufen am 07.08.2020.



Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

Copyright Jim Greenfield, Foto Tiran, Rotes Meer, Ägypten
2
Copyright Jim Greenfield, Foto Vilamendhoo, Malediven
2
Copyright Philippe Bourjon, La Réunion
2
Copyright Richard Field, Foto Rotes Meer, Jeddah, Saudi Arabien
2
© David C. Cook, Wonga Beach, Australia
2
Chaetodon auriga mit irregulärer Zeichnung
1
Copyright Dr. J. E. Randall, Marshall Islands, Kwajalein,
1
Copyright Dr. J. E. Randall, Rotes Meer
1
Copyright Dr. Gerry Allen, Foto aus Magagaskar
1
Chaetodon auriga; Aufnahme Malediven
1

Erfahrungsaustausch

vor 4 Tage#9
Wen er an Futter gewöhnt ist geht er dann noch an Glasrosen
am 15.02.20#9
Hübscher Fisch auch toll zu beobachten, leider geht er bei mir an alles, außer an die Glasrosen die lässt er völlig außer Acht.
Er nimmt dafür Montipora, Milka, Krusten eigentlich alles was er nicht soll ;(
am 15.09.10#8
Auf den Fotos sind in erster Linie die Variante der Malediven abgebildet.
Den Fischen im Roten Meer fehlt der schwarze Fleck am Ende der Rückenflosse.

--
Gruss Ben Mitglied im VMN
10 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Was ist das?

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