Haltungsinformationen
Han, Kim, Kai, Senou, 2017
Die Seepferdchengattung Hippocampus weist eine große Bandbreite von inter- und intra-spezifischen Variationen auf, beispielsweise in Form von Hautfilamenten, Farbe und Körperproportionen.
Daher sind taxonomische Beziehungen innerhalb von Hippocampus umstritten (Lourie et al. 1999, 2016), und mehr als 140 Arten wurden innerhalb dieser Gattung benannt (Lourie et al. 2016; Eschmeyer et al. 2017).
Zum Beispiel haben Lourie et al. (2016) die Gattung untersuchten und betrachteten 41 Arten als gültig, während Kuiter (2009) ca. 79 gültige Arten.
Sechs Arten von Hippocampus wurden aus Korea und Japan aufgezeichnet:
Korea:
H. coronatus Temminck & Schlegel, 1850, H. mohnikei Bleeker, 1853, H. histrix Kaup, 1856, H. kuda Bleeker, 1852, H. trimaculatus Leach, 1814 und H. sindonis Jordan & Snyder, 1901.
Japan:
Weitere zwei Arten, H. kelloggi Jordan & Snyder, 1901 und H. bargibanti Whitley, 1970, wurden nur aus Japan aufgezeichnet (Choi et al. 2002; Lourie et al. 2004; Kim et al. 2005; Senou et al. 2006; Kim et al. 2013; Senou 2013; Lourie et al. 2016).
Die morphologische Untersuchung von 182 Exemplaren aus koreanischen und japanischen Gewässern führte im Jahr 2017 nicht nur zu der Erstbeschreibung der neuen Seepferdchenart Hippocampus haema, sondern auch zu einer erneuten Beschreibung der beiden Arten Hippocampus coronatus und Hippocampus sindonis.
Alle drei Arten (Hippocampus coronatus, Hippocampus sindonis und Hippocampus haema) werden nun zum Hippocampus haema-Komplex gezählt.
Anmerkung: Das Artepitheton "haema" stammt aus dem Koreanischen und bedeutet "gekrönt", das japanische Pendant "Tatsu-no-otoshigo" steht umgangssprachlich für "uneheliches Drachenkind".
Die neue Seepferdchenart, die nur aus Korea (hier von der Soan Island bis Ulsan, Süd-Korea) und von der japanischen Küste der Insel Honshū (von Kyoto Prefecture bis zu Akita Prefecture) bekannt sind, lebt in Golftangfeldern (Sargassum) und unkrautigen Zonen in einem Tiefenbereich von 0 bis 18 Meter Tiefe leben.
Über die bevorzugte Nahrung der neuen Art ist bisher noch nichts bekannt, dies wird aber sicherlich noch folgen.
Literaturfundstelle:
Han S-Y, Kim J-K, Kai Y, Senou H (2017) Seahorses of the Hippocampus coronatus complex: taxonomic revision, and description of Hippocampus haema, a new species from Korea and Japan (Teleostei, Syngnathidae).
ZooKeys 712: 113-139. https://doi.org/10.3897/zookeys.712.14955
Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Syngnathiformes (Order) > Syngnathidae (Family) > Hippocampinae (Subfamily) > Hippocampus (Genus) > Hippocampus abdominalis (Species)
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Die Seepferdchengattung Hippocampus weist eine große Bandbreite von inter- und intra-spezifischen Variationen auf, beispielsweise in Form von Hautfilamenten, Farbe und Körperproportionen.
Daher sind taxonomische Beziehungen innerhalb von Hippocampus umstritten (Lourie et al. 1999, 2016), und mehr als 140 Arten wurden innerhalb dieser Gattung benannt (Lourie et al. 2016; Eschmeyer et al. 2017).
Zum Beispiel haben Lourie et al. (2016) die Gattung untersuchten und betrachteten 41 Arten als gültig, während Kuiter (2009) ca. 79 gültige Arten.
Sechs Arten von Hippocampus wurden aus Korea und Japan aufgezeichnet:
Korea:
H. coronatus Temminck & Schlegel, 1850, H. mohnikei Bleeker, 1853, H. histrix Kaup, 1856, H. kuda Bleeker, 1852, H. trimaculatus Leach, 1814 und H. sindonis Jordan & Snyder, 1901.
Japan:
Weitere zwei Arten, H. kelloggi Jordan & Snyder, 1901 und H. bargibanti Whitley, 1970, wurden nur aus Japan aufgezeichnet (Choi et al. 2002; Lourie et al. 2004; Kim et al. 2005; Senou et al. 2006; Kim et al. 2013; Senou 2013; Lourie et al. 2016).
Die morphologische Untersuchung von 182 Exemplaren aus koreanischen und japanischen Gewässern führte im Jahr 2017 nicht nur zu der Erstbeschreibung der neuen Seepferdchenart Hippocampus haema, sondern auch zu einer erneuten Beschreibung der beiden Arten Hippocampus coronatus und Hippocampus sindonis.
Alle drei Arten (Hippocampus coronatus, Hippocampus sindonis und Hippocampus haema) werden nun zum Hippocampus haema-Komplex gezählt.
Anmerkung: Das Artepitheton "haema" stammt aus dem Koreanischen und bedeutet "gekrönt", das japanische Pendant "Tatsu-no-otoshigo" steht umgangssprachlich für "uneheliches Drachenkind".
Die neue Seepferdchenart, die nur aus Korea (hier von der Soan Island bis Ulsan, Süd-Korea) und von der japanischen Küste der Insel Honshū (von Kyoto Prefecture bis zu Akita Prefecture) bekannt sind, lebt in Golftangfeldern (Sargassum) und unkrautigen Zonen in einem Tiefenbereich von 0 bis 18 Meter Tiefe leben.
Über die bevorzugte Nahrung der neuen Art ist bisher noch nichts bekannt, dies wird aber sicherlich noch folgen.
Literaturfundstelle:
Han S-Y, Kim J-K, Kai Y, Senou H (2017) Seahorses of the Hippocampus coronatus complex: taxonomic revision, and description of Hippocampus haema, a new species from Korea and Japan (Teleostei, Syngnathidae).
ZooKeys 712: 113-139. https://doi.org/10.3897/zookeys.712.14955
Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Syngnathiformes (Order) > Syngnathidae (Family) > Hippocampinae (Subfamily) > Hippocampus (Genus) > Hippocampus abdominalis (Species)
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






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