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Hippocampus guttulatus Langschnäuziges Seepferdchen

Hippocampus guttulatus wird umgangssprachlich oft als Langschnäuziges Seepferdchen bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 300 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber AndiV

Copyright Jose Martín Piñatel, Malaga Spanien




Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
1305 
AphiaID:
154776 
Wissenschaftlich:
Hippocampus guttulatus 
Umgangssprachlich:
Langschnäuziges Seepferdchen 
Englisch:
Long-snouted Seahorse 
Kategorie:
Seepferdchen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Hippocampus (Gattung) > guttulatus (Art) 
Erstbestimmung:
Cuvier, 1829 
Vorkommen:
Ägypten, Algerien, Ärmelkanal, Britische Inseln, Europäische Gewässer, Isle of Man, Israel, Marokko, Mittelmeer, Nordsee, Portugal, Russland, Schwarzes Meer, Spanien, Straße von Gibraltar, Tunesien 
Meerestiefe:
1 - 60 Meter 
Größe:
bis zu 17cm 
Temperatur:
15°C - 29°C 
Futter:
Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Nahrungsspezialist, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 300 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-03-14 12:25:49 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Hippocampus guttulatus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Hippocampus guttulatus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Hippocampus guttulatus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Cuvier, 1829

Hippocampus guttulatus halten sich vorzugsweise in Seegraswiesen sowie Algenwäldern auf.

Sie ernähren sich von kleinen Krebsen, Garnelen und Zooplankton, sind Lauerjäger und saugen ihre Beute durch ihre zahnlose Schnauze ein.

Im Aquarium nehmen sie oft nur lebendes Futter an !

Seepferdchen sind standorttreu und bilden lebenslange, monogame Partnerschaften.

Sie besetzen paarweise ein Revier.

Diese Aufnahme stammt aus dem Sealife Center in Berlin , Abteilung Nordsee

Steht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere!Cuvier, 1829

Synonyme:
Hippocampus bicuspis Kaup, 1856
Hippocampus filamentosus Duméril, 1870
Hippocampus guttulatus multiannularis Ginsburg, 1937
Hippocampus hippocampus microcoronatus Slastenenko, 1938
Hippocampus hippocampus microstephanus Slastenenko, 1937
Hippocampus longirostris Schinz, 1822
Hippocampus ramulosus Leach, 1814

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Syngnathiformes (Order) > Syngnathidae (Family) > Hippocampinae (Subfamily) > Hippocampus (Genus) > Hippocampus guttulatus (Species)

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Hippocampus Bildarchiv (de) (Archive.org). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein

Copyright Jose Martín Piñatel, Malaga Spanien
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© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland
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copyright Borut Furlan, Slovenien
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copyright David Luquet, Frankreich
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copyright Christian Coudre, Frankreich
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copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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H. guttulatus (Madeira) - Foto von Peter Wirtz
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Erfahrungsaustausch

am 20.01.15#2
H. guttulatus sind keine tropische Seepferdchen.
Temperaturspannen bis 26°C oder bei gewissen Händlern sogar bis 27°C suggerieren, dass diese Art sich permanent bei diesen Temperaturen halten lässt. Temperaturen von 24°C erachte ich als oberste Grenze für die Langzeithaltung, doch tiefer ist für diese Art besser.
Ich halte und züchte meine H. guttulatus seit langem bei Temperaturen zwischen 19 und 23°C.

--
Gruss Ben Mitglied im VMN
am 20.02.06#1
Geschlechtsunterschied: männchen haben eine deutlich sichtbare bruttasche,der übergang bauch-schwanz ist sozusagen gerade

geschlechtswandel: nein
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!