Haltungsinformationen
Der Artname "kelloggi" ehrt den amerikanischen Entomologen und Evolutionsbiologen Vernon Lyman Kellogg (1867–1937).
Der Kopf von Hippocampus kelloggi ähnelt einer Krone. Sein Dorn ist sehr ausgeprägt, aber abgerundet, insbesondere über dem Auge. Es wird oft mit anderen Arten verwechselt, und einige Große Seepferdchen galten sogar als völlig neue Arten, was jedoch durch Genomsequenzierung widerlegt wurde.
Hippocampus kelloggi ist an seinen ungewöhnlich hohen Schwanzringen auf den vergleichsweise etwas längeren Schwänzen zu erkennen, die etwa 57 % seiner Körperlänge ausmachen. Der Schwanz ist hell und fühlt sich glatt an. Im Meer erreicht Hippocampus kelloggi ein Alter von zwei bis vier Jahren.
Das Große Seepferdchen zählt zu den fünf am häufigsten importierten Seepferdchen und steht inzwischen als bedrohte Art auf der IUCN Roten Liste.
IUCN gibt als wahrscheinliche Vorkommensbereiche auch den Golf von Oman und den Persischen Golf an, hierzu fehlen aber wohl ausreichende Fundmeldungen.
Das Seepferdchen kommt in Korallenriffen und auch in tieferen Meeresregionen vor und ernährt sich dort von Zooplankton.
Grundsätzlich sollte ein Aquarium für Seepferdchen genügend Möglichkeiten zum Festhalten für die Pferdchen haben und eine gut überlegte Auswahl von Mitbewohnern.
Da Seepferdchen eher langsame Schwimmer und Fresser sind, sollte man auf schnelle Fische als Mitbewohner verzichten, da diese den Pferdchen das Futter streitig machen würden.
Eine gute Entscheidung wäre daher ein reines Seepferdchen-Aquarium, in den sich die Tiere und ihre Vermehrung gut beobachten und auch fotografieren lassen.
Die Brutpflege gehört zu den Vaterpflichten bei den Seepferdchen und die fertig entwickelten kleinen Seepferdchen werden durch Kontraktionen der Bruttaschen ausgestoßen.
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf
Synonym:
Hippocampus suezensis Duncker, 1940 · unaccepted > junior subjective synonym
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Kary Mar