Haltungsinformationen
Teresa (Zubi) Zuberbühler von www.starfish.ch hat uns freundlicherweise das Bild des Zebra-Seepferdchens zur Verfügung gestellt.
Hippocampus zebra kommt lt. fishbase endemisch im den Nordosten Australien um Queensland vor.
Im Buch Seepferdchen von Rudie H. Kuiter wird auf Seite 53 allerdings ein männliches Seepferdchen gezeigt, dass aus der Milne Bay, Papua-Neuguineas stammt.
Kuiter gibt neben Queensland / Australien auch Südost-Papua-Neuguinea als Vorkommensort an.
An der Küste Queensland soll es inzwischen nur noch wenige Exemplare des Seepferdchens mit dem charakteristischen Zebra-Streifen geben.
Der Handel dem diesem Pferdchen wird durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommens mit Cites II seit 2004 streng überwacht.
Seepferdchen sollten besser in einem Artenbecken gehaalten werden, da schnelle Fische zu ernsthaften Futterkonkurrenten werden können, die den langsamen Seepferdchen das Futter streitig machen würden.
Die Brutpflege übernimmt das Männchen in einer dafür konzipierten Bauchtasche.
Zuden Feinden der Seepferdchen gehört nicht nur der Mensch mit seiner Sammelleidenschaft und Umweltverschmutzung, australische Zwergpinguine, Eudyptula minor, Plattköpfe, Platychephalus laevis und diverse Fische, wie der gestreifte Anglerfisch, Antennarius striatus, haben Seepferdchen zum Fressen gerne!
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf
Synonym:
Hippocampus montebelloensis Kuiter, 2001 · unaccepted > junior subjective synonym
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Teresa (Zubi) Zuberbühler, Schweiz