Haltungsinformationen
Färbung: gesprenkelt von braun über gelb bis kastanienbraun und rostbraun; auch orange, violett oder schwarz; manchmal mit winzigen weißen Punkten, die jedoch nicht zu dicken horizontalen Wellenlinien zusammenwachsen wie bei Hippocampus guttulatus.
Hippocampus hippocampus hat über jedem Auge einen hervorstechenden Dorn. Die leicht nach oben gebogene Schnauze ist mit weniger als einem Drittel der Kopflänge für die Verhältnisse eines Seepferdchens kurz.
Bewohnt dichte, komplexe Habitate sowie lückenhafte, relativ offene und spärliche Habitate in Küstengebieten. Kommt auf weichem Boden zwischen Felsen und Algen, in Gebieten mit spärlicher Vegetation und in Küstenlagunen mit starkem ozeanischen Einfluss vor.
Imitiert die grüne oder gelbe Färbung von Pflanzen und kann sich so in der Vegetation verstecken. Diese Fähigkeit spielt vermutlich eine Rolle bei der Fressstrategie der Seepferdchen und bei der Vermeidung von Freßfeinden.
Unternimmt täglich begrenzte Bewegungen innerhalb eines sehr begrenzten Reviers (0,7–18,1 m²). Überwintert möglicherweise in tieferem Wasser. Die Ausbreitung erwachsener Tiere über weite Entfernungen wird vermutlich durch starken Wellengang bei Stürmen oder wenn sie sich an treibenden Trümmern verankern, verursacht.
Das maximale Alter wird auf 3–5 Jahre geschätzt. Wegen der kurzen Generationszeit und mehrerer Brutzyklen während jeder Laichsaison wird die Widerstandskraft als hoch eingeschätzt. Ernährt sich von kleinen Beutetieren und organischen Abfällen.
Hippocampus hippocampus ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Parasiten.
Synonyme:
Gasterosteus equus Cabrera, Pérez & Haenseler, 1817 · unaccepted
Hippocampus antiquorum Leach, 1814 · unaccepted
Hippocampus antiquus Risso, 1827 · unaccepted
Hippocampus brevirostris Schinz, 1822 · unaccepted
Hippocampus europaeus Ginsburg, 1933 · unaccepted (junior synonym)
Hippocampus heptagonus Rafinesque, 1810 · unaccepted (synonym)
Hippocampus pentagonus Rafinesque, 1810 · unaccepted (misspelling)
Hippocampus vulgaris Cloquet, 1821 · unaccepted
Syngnathus hippocampus Linnaeus, 1758 · unaccepted
Direct children (2)
Subspecies Hippocampus hippocampus microcoronatus Slastenenko, 1938 accepted as Hippocampus guttulatus Cuvier, 1829 (synonym)
Subspecies Hippocampus hippocampus microstephanus Slastenenko, 1937 accepted as Hippocampus guttulatus Cuvier, 1829 (synonym)
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Stefan Verheyen, Niederlande