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Hippocampus trimaculatus Seepferdchen

Hippocampus trimaculatus wird umgangssprachlich oft als Seepferdchen bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 250 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Paul Ferber, Kambodga

copyright Paul Ferber, Kambodscha


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Paul Ferber, Kambodga

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
4980 
AphiaID:
212232 
Wissenschaftlich:
Hippocampus trimaculatus 
Umgangssprachlich:
Seepferdchen 
Englisch:
Longnose Seahorse 
Kategorie:
Seepferdchen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Hippocampus (Gattung) > trimaculatus (Art) 
Erstbestimmung:
Leach, 1814 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, China, Indien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Papua-Neuguinea, Philippinen, Tahiti, Taiwan, Thailand, Vietnam 
Meerestiefe:
10 - 100 Meter 
Größe:
bis zu 22cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 250 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
VU Gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-03-24 22:15:08 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Hippocampus trimaculatus sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Hippocampus trimaculatus interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Hippocampus trimaculatus bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Leach, 1814

Hippocampus trimaculatus gehört Laut IUCN Rote Liste zu den gefährdeten Seepferdchen.

Hippocampus trimaculatus ist ein recht standorttreues Pferdchen, das über
Kies- oder Sandböden rund um flache Riffe, schlammigen Flussmündungen und in der Nähe von Mangroven vorkommt.
Die Tiere tolerieren Brackwasser.

Die Pferdchen stehen alle eher auf lebendes Futter, mit Glück fressen sie mit der Zeit dann Mysis.
Seepferdchen sollten in einem Extrabecken gehalten werden, da sie langsame Fresser sind und Fische ihnen die Nahrung streitig machen können.

Die Verhältnisse im Aquarium sollten auf sie abgestimmt sein - Artenbecken mit einer Höhe von mindestens 50 cm.
Zur Vergesellschaftung eigenen sich ählich lebende Tiere, zum Beispiel Seenadeln.

Ovoviviparous.
Das Männchen trägt die Eier in einer Bruttasche.

Der internationaler Handel wird durch überwacht das Cites-Lizenzsystem (CITES II, seit 5.15.04) gesteuert und setzt eine Mindestgröße der Tiere von 10 cm voraus.

Synonyme:
Hippocampus dahli Ogilby, 1908
Hippocampus kampylotrachelos Bleeker, 1854
Hippocampus lenis De Vis, 1908
Hippocampus manadensis Bleeker, 1856
Hippocampus mannulus Cantor, 1849
Hippocampus planifrons Peters, 1877
Hippocampus takakurae Tanaka, 1916

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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Allgemein

copyright Paul Ferber, Kambodscha
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