Haltungsinformationen
Das Pazifische Seepferdchen ist die einzige Seepferdchenart im östlichen Pazifik.
Adulte Tiere haben üblicherweise eine Größe von 12 bis 19 cm. Die max. Größe beträgt sogar 30cm. Nachkommen sind ungefähr 9 mm nach der Geburt. Pazifische Seepferdchen können eine Vielzahl von Farben haben, darunter grün, braun, kastanienbraun, grau und gelb.
Geschlechtsreife Weibchen entwickeln oft einen dunklen Fleck unterhalb der Afterflosse. Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Größe von ca. 5,4cm. Die Forschung legt nahe, dass pazifische Seepferdchen-Männchen bis zu 2000 Eier auf einmal brüten und in einer Brutsaison mehrmals brüten können. Am Ende der vierzehntägigen Tragzeit entlässt das Männchen die Jungen einzeln aus dem Beutel, was manchmal Stunden dauert.
Sie bewohnen unterschiedliche Lebensräume und sind in Mangroven, Seegraswiesen, felsigen Riffe und Korallenriffen zu finden.
Pazifische Seepferdchen sind wie andere Seepferdchen bedroht. Über 20 Millionen Seepferdchen werden jedes Jahr verkauft, um in der chinesischen Medizin, im Aquarienhandel oder als Kuriositäten getrocknet zu werden. Mexiko und Peru sind der größte Exporteur von pazifischen Seepferdchen und verkaufen jährlich mehr als 1 Trockentonnen Seepferdchen.
Pazifische Seepferdchen sind aufgrund von Merkmalen wie geringer Fruchtbarkeit, monogamer Paarung, langer Entwicklung der Embryonen, geringer Ausbreitungsfähigkeit und begrenzter geografischer Verbreitung besonders anfällig für "Überfischung". Die Verschlechterung des Lebensraums stellt ebenfalls eine Bedrohung für pazifische Seepferdchen dar. 2004 wurde die gesamte Gattung Hippocampus in Anhang II von CITES aufgenommen und wird in der IUCN als gefährdete Art geführt.
Synonyme:
Hippocampus ecuadorensis Fowler, 1922
Hippocampus gracilis Gill, 1862
Hippocampus hildebrandi Ginsburg, 1933
Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.
Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Michael Eisenbart

