Anzeige
Fauna Marin GmbH Mrutzek Meeresaquaristik BAS ICP Aqua Medic

Eviota bacata Perlen Zwerggrundel

Eviota bacata wird umgangssprachlich oft als Perlen Zwerggrundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Steckbrief

lexID:
16490 
AphiaID:
1750482 
Wissenschaftlich:
Eviota bacata 
Umgangssprachlich:
Perlen Zwerggrundel 
Englisch:
Pearl Dwarfgoby 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Gobiiformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Eviota (Gattung) > bacata (Art) 
Erstbestimmung:
Greenfield, Erdmann & Teitelbaum, 2024 
Vorkommen:
Indonesien, Indopazifik, Neukaledonien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
8 - 30 Meter 
Habitate:
Außenriffe / Seewärts gerichtete Riffe, Geröllböden, Innenriffe / Landwärts gerichtete Riffe, Küstengewässer, Lagunen, Meerwasser, Riffverbunden 
Größe:
1 cm - 2,5 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Karnivor (fleischfressend), Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen) 
Aquarium:
~ 50 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-01-09 13:14:26 

Haltungsinformationen

Eviota bacata Greenfield, Erdmann & Teitelbaum, 2024

Die Gattung Eviota, bekannt als Zwerggrundeln, umfasst eine der vielfältigsten Gattungen von Korallenrifffischen mit derzeit 132 gültigen Arten, einschließlich der hier beschriebenen neuen Arten. Die Anzahl der beschriebenen Arten ist teilweise aufgrund der Fortschritte in der Unterwasserfotografie schnell gewachsen und ermöglicht es den Wissenschaftlern neue Arten zu erkennen, die zuvor nicht als eigenständig erkannt wurden. Mit der Beschreibung von Eviota bacata sind insgesamt 25 Eviota-Arten von Neu-Kaledonien bekannt.

Eviota bacata kommt in allen Küstenriffen in küstennahen und lagunären Gebieten vor, einschließlich solcher, die einer signifikanten Sedimentation unterliegen (8 m bis mindestens 30 m Tiefe), wo sie komplexe Riffhabitate mit reichlich lebenden Korallen oder rauen Geröllflächen bevorzugt.

Der Artname "bacata" ist Latein und bezieht sich auf die Reihe runder weißer Flecken am Körper, die Perlenartig aussehen.

Allgemeines zur Haltung:
Diese Art Grundeln sollten nur mit kleinen Fischen vergesellschaftet werden.
Trotz ihrer sagenhaften Schnelligkeit werden sie sonst schnell Futter für grosse Fische. Ausserdem sind sie dann sehr scheu.
Richtig interessant sind sie zu beobachten, wenn nur ruhige Fische als Mitbewohner gewählt werden. Bitte nur paarweise oder in der Gruppe halten. Allerdings hatten auch wir das Pech, dass wir nur eine bekommen haben, schade drum.

Etymologie. Der spezifische Artname "bacatus" bedeutet "mit "Perlen geschmückt" und bezieht sich auf die Perlenkette runder weißer Flecken auf dem dunklen Hinterleib.

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. fishbase (en). Abgerufen am 09.01.2026.
  2. Ocean Science Foundation (en). Abgerufen am 13.05.2024.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

0 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!