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Eviota atriventris Schwarzbauchgrundel

Eviota atriventris wird umgangssprachlich oft als Schwarzbauchgrundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber robertbaur

Eviota atriventris (c) by Klaus Stiefel




Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
393 
AphiaID:
712864 
Wissenschaftlich:
Eviota atriventris 
Umgangssprachlich:
Schwarzbauchgrundel 
Englisch:
Blackbelly Dwarfgoby, Neon Dwarfgoby, Neon Eviota 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Eviota (Gattung) > atriventris (Art) 
Erstbestimmung:
Greenfield & Suzuki, 2012 
Vorkommen:
Australien, Bali, Banggai-Inseln, Borneo (Kalimantan), Brunei Darussalam, Cebu (Philippinen), China, Flores, Great Barrier Riff, Indonesien, Japan, Java, Komodo, Korea, Lembeh-Straße, Malaysia, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Queensland (Ost-Australien), Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Sulawesi, Taiwan, Thailand, Togian-Inseln, West-Pazifik 
Meerestiefe:
3 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 3cm 
Temperatur:
24°C - 26°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Austerneier, Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Cyclops (Ruderfußkrebse), Fischeier, Flockenfutter, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (kleine Sorten), Lebendfutter, Lobstereier, Muschelkrebse (Ostrakoden), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Staubfutter, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-11-11 14:59:30 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Eviota atriventris sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Eviota atriventris interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Eviota atriventris bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Eviota atriventris, Greenfield & Suzuki, 2012

Ehemals bekannt und hier im Lexikon geführt unter dem Namen Eviota pellucida. wurde in 2012 korrigiert, da die E. pellucida etwas anders aussieht. Eine an sich eher seltenere Art im Handel, kommt aber an.

Der Holotyp zur Beschreibung von Eviota atriventris ist: 17,1 mm Männchen, Palau, westlich von Koror, wo die Lagune zum äußeren Barriereriff ansteigt, 0–7,9 m, Fleckenriff mit zahlreichen Porites, Rotenon Mai 2004.

Diese Grundeln sollten nur mit kleinen Fischen vergesellschaftet werden, außerdem sind sie dann sehr scheu.
Trotz ihrer sagenhaften Schnelligkeit werden sie sonst schnell Futter für grosse Fische. .

Richtig interessant sind sie zu beobachten, wenn nur ruhige Fische als Mitbewohner gewählt werden.
Bitte nur paarweise oder in der Gruppe halten.
Im Meer stehen sie zu Hunderten über einer Koralle und tauchen bei Gefahr blitzartig in die Koralle ein.

Wir haben drei Exemplare erstehen können, keine grösser als 1,5 cm. Sie nahmen sofort Futter an, (Lobstereier, aber auch Artemia) und machen auch sonst einen sehr aufgeweckten Eindruck.
Diese und drei weitere Grundelarten stammen von Fauna Marin, die auf den Philippinen eine eigene Fangstation nach dem neuen Mac Standard aufgebaut haben.

Diese Grundelart wäre aufgrund ihres Schimmraumes und ihres Verhaltens ein optimales Tier für ein Nanobecken.
Wir gehen sogar davon aus, dass sie sich nur in kleinen Behältnissen und mit nicht zu grossen Fischen optimal und natürlich verhalten. Vertragen sich gut mit anderen Eviota-Arten, auch Trimma ist meist kein Problem.

Geschlecht
Männliche Grundeln sind an einem ersten verlängerten Rückenflossenstrahl zu erkennen.

Nachzuchtinformationen

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. researchgate (en). Abgerufen am 11.11.2021.

Bilder

Allgemein

Eviota atriventris (c) by Klaus Stiefel
1
Copyright J.E. Randall, Foto Bali, Indonesien
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Copyright J.E. Randall, Foto aus Flores, Indonesien
1
Copyright Jim Greenfield, Foto Cebu, Philipinnen
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Copyright Jim Greenfield, Foto Cebu, Philipinnen
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Copyright Jim Greenfield, Foto Cebu, Philipinnen
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Eviota atriventris © by picture-worl.org
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Eviota atriventris © by picture-worl.org
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Eviota atriventris © by picture-worl.org
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Copyright Prof. Dr. Robert A. Patzner
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Erfahrungsaustausch

am 11.11.21#7
Hab 4 davon in 40 Liter - aus meiner Sicht ideal, da sie sich sehr entspannt und natürlich verhalten. Sind ruhige Tiere, die zumeist an einer Stelle stehen, aber blitzschnell weg sind. Kriegen bisschen Staub/Flockenfutter und Artemia und alles wunderbar...
am 24.02.18#6
Ich pflege seit 4 Tagen diese Tiere und möchte meine bisherigen Erfahrungen teilen. Vielleicht mache in ein paar Monaten noch ein Update.

Verkauft wurden die Tiere unter dem Namen Schwarzbauchgrundel. Dieser Name scheint aber überhaupt nicht üblich zu sein und wurde wohl teilweise der englischen Bezeichnung "Blackbelly Dwarfgoby" entlehnt.

Im Meerwasserlexikon vom Natur und Tier - Verlag, 2013 wird dieses Tier als Eviota Pellcuida bezeichnet und kommt laut Autorenaussage am häufigsten in den Handel. Bei fishbase.org bzw. fishbase.se wird er wie hier unter Eviota atriventris geführt.

Der Verkäufer hat mir erklärt, dass es sich bei meinen erworbenen Tieren um Nachzuchten aus England handelt.

Den Transport in ihr neues Heim haben die Tiere anstandslos überstanden. Die Tiere kommen schon regelmäßig zum Vorschein, verschwinden aber häufig auch wieder. Da diese Grundeln die einzigen Fische in meinen 60 Liter Aquarium sind, erwarte ich in Zukunft ein weniger versteckte bzw. scheue Lebensweise. Ich wurde gewarnt, dass die Tiere am Anfang aus dem Becken springen könnten. Ich glaube diese Gefahr besteht nur wenn die Tiere nicht auf dem kürzesten Weg einen Unterschlupf finden, eine Flucht nach oben dürfte nicht dem natürlichen Fluchtreflex entsprechen (Das gilt natürlich nicht wenn ich nur mäßig viele Versteckmöglichkeiten anbiete, vor allem wenn die Tiere frisch eingesetzt sind). Ich habe Riffkeramik die wie ein Schweizer Käse durchlöchert ist, an quasi jeder Stelle können die Tiere einen sicheren Unterschlupf finden, daher werden Sie wohl auch nie aus dem Wasser springen.

Sie picken und fressen alles was so im Aquarium lebt und die passende Größe hat. Frostfutter wird auch angenommen. Anscheinend sind sie keine Kostverächter, typisch für Grundeln eben.
am 19.03.10#5
Habe 5 dieser Grundeln (seit über 1,5 Jahren) in meinen 500 Liter Becken.
Sie leben alle zusammen in einer großen Seriatopora caliendrum (etwas größer als ein Handball).
Weder untereinander noch mit anderen Beckenbewohnern (Zebrasoma flavescens, Pseudocheilinus hexataenia, Amphiprion ocellaris, Pterosynchiropus splendidus) gibt es Probleme.
Sehr schön ist es sie bei der Fütterung zu sehen.
Alle stehen um die Koralle und schnappen sich was sie bekommen können auch im Verhältnis zur Körpergröße sehr große Brocken.
Sobald man sie aber stört, verschwinden sie blitzschnell in der Koralle.

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