Haltungsinformationen
Randall, 1981
Halichoeres ist eine artenreiche Gattung der Junkerlippfische (Julidinae). Es gibt schon weit über 70 Arten bei Erstellung dieses Eintrages. Halichoeres Arten ernähren sich im Meer von Wirbellosen, wie z.B. kleinen Krebschen, Schnecken und Würmern. Die Nahrung wird daher im Aquarium oft am/im Bodengrund gesucht.
Vor allem der Haliocheres chrysus wird oftmals gerne eingesetzt, wenn man sich Montiporafressende Schnecken eingeschleppt hat.
Zur Aquarienhaltung: Ein an sich leicht zu haltender Fisch, der aber auch wirklich viel im Becken unterwegs ist und entsprechend Schwimmraum benötigt.
Mit zunehmender Größe haben manche Halichoeres- Arten oft auch Blödsinn im Kopf, was wir bei diesem Tier so aber auch nicht immer bestätigen können. Vermutlich ist es eine Sache der Beschäftigung. Es sollte daher den Lippfischen nie wirklich langweilig werden. Und das geschieht natürlich bei einem beengtem Schwimmraum eher, als in großzügigen Aquarien.
Wichtig: Benötigt unbedingt einen Sandboden, um sich abends darin einzugraben und dort zu schlafen. Ist die ersten Tage nach dem Import noch so im gewohnten Trott, dass er wie gewohnt schlafen geht, egal wie spät es ist, und ob das Licht noch an ist, oder nicht. Das gibt sich dann mit zunehmender Anpassung an den Aquarienalltag. Wer sich das Aquarium nicht voll Sand machen will, kann gerne eine Tupperschüssel nehmen und dort Sand hineingeben. Das wird auch angenommen !
Unterscheidungsmerkmale:
Halichoeres leucoxanthus unterscheidet sich vom Halichoeres chrysus dadurch, dass er einen weißen Unterbauch hat. Außerdem hat Halichoeres leucoxanthus in seiner Jugend zwei schwarze Punkte, die jeweils weiß eingerahmt sind, in der oberen Flosse und einen schwarzen Punkt, der weiß eingerahmt ist, in der Schwanzflosse.
Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.
https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#
Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. Paddy Ryan, USA


