Haltungsinformationen
Eviota kathyae
Diese Grundel wurde auch erst im Jahr 2026 neu beschrieben:
Eviota kathyae, a new dwarfgoby from the unique volcanic fjords of Tufi, Papua New Guinea (Teleostei: Gobiidae)
Aus den vulkanischen Fjorden von Tufi in Papua-Neuguinea wird eine neue Zwerggrundelart, Eviota kathyae, beschrieben. Die neue Art wird anhand der Kombination aus unverzweigten Brustflossenstrahlen, einem sensorischen Porensystem am Kopf, bei dem lediglich die IT-Pore fehlt, einer Rücken-/Afterflossenformel von 8/7, dem Fehlen des fünften Beckenflossenstrahls, einem vertikal verengten schwarzen Fleck an der Schwanzflossenbasis, einer weitgehend unmarkierten Schwanzflosse und einer Iris oberhalb der Pupille, die von einem ununterbrochenen roten Band durchzogen ist, diagnostiziert. Die Art ist wahrscheinlich endemisch in diesem einzigartigen Lebensraum, der durch eingestürzte Lavaströme entstanden ist.
Eviota kathyae weist das gleiche allgemeine Farbmuster und die gleichen Lebensraumpräferenzen wie E. gunawanae sowie die gleichen morphologischen Merkmale wie E. oculineata auf; beide gehören zum E. zebrina-Komplex (Tornabene et al. 2021). Zukünftige genetische Analysen werden wahrscheinlich zeigen, dass E. kathyae ebenfalls zu diesem Artenkomplex gehört und eng mit E. gunawanae verwandt ist. Letztere Art kommt in einer ähnlich ungewöhnlichen Umgebung vor, die ebenfalls stark vor Wellenenergie geschützt ist, nämlich in der Sebakor-Bucht in Fakfak, West-Papua, und wurde ebenfalls nur in Tiefen unterhalb von 35 m beobachtet (im Gegensatz zu E. oculineata, die regelmäßig bereits in 3 m Tiefe und selten tiefer als 20 m anzutreffen ist).
Allgemeines zur Art:
Eviota ist eine Gattung sehr kleiner Meeresgrundeln. Eviota-Arten sind sehr klein und erreichen meist Längen von ca 12 bis 40 mm. Sie kommen im Roten Meer und im tropischen Indopazifik, bis nach Japan, östlich auch bis Hawaiii vor. Verbreitungsschwerpunkt ist das Korallendreieck wo zahlreiche endemische Arten aber auch viele noch unbeschriebene Arten vermutet werden. Derzeit sind schon deutlich über 110 Arten bekannt und des werden immer mehr.
Bei einer Haltung im Meerwasseraquarium sollte unbedingt auf den Beibesatz geachtet werden, zu große Tiere verschrecken die kleine Grundel oder sehen sie als einen netten Zwischenhappen an.
Diese Art Grundel ist für kleine Nanobecken gut geeignet und ihr interessantes Verhalten lädt zu schönen Beobachtungen ein.
Referenz: Greenfield D.W., Brooks, W.M. & Erdmann, M.V. (2026) Eviota kathyae, a new dwarfgoby from the unique volcanic fjords of Tufi, Papua New Guinea (Teleostei: Gobiidae). Journal of the Ocean Science Foundation, 46, 1–8.
Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.
https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#
Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.
Diese Grundel wurde auch erst im Jahr 2026 neu beschrieben:
Eviota kathyae, a new dwarfgoby from the unique volcanic fjords of Tufi, Papua New Guinea (Teleostei: Gobiidae)
Aus den vulkanischen Fjorden von Tufi in Papua-Neuguinea wird eine neue Zwerggrundelart, Eviota kathyae, beschrieben. Die neue Art wird anhand der Kombination aus unverzweigten Brustflossenstrahlen, einem sensorischen Porensystem am Kopf, bei dem lediglich die IT-Pore fehlt, einer Rücken-/Afterflossenformel von 8/7, dem Fehlen des fünften Beckenflossenstrahls, einem vertikal verengten schwarzen Fleck an der Schwanzflossenbasis, einer weitgehend unmarkierten Schwanzflosse und einer Iris oberhalb der Pupille, die von einem ununterbrochenen roten Band durchzogen ist, diagnostiziert. Die Art ist wahrscheinlich endemisch in diesem einzigartigen Lebensraum, der durch eingestürzte Lavaströme entstanden ist.
Eviota kathyae weist das gleiche allgemeine Farbmuster und die gleichen Lebensraumpräferenzen wie E. gunawanae sowie die gleichen morphologischen Merkmale wie E. oculineata auf; beide gehören zum E. zebrina-Komplex (Tornabene et al. 2021). Zukünftige genetische Analysen werden wahrscheinlich zeigen, dass E. kathyae ebenfalls zu diesem Artenkomplex gehört und eng mit E. gunawanae verwandt ist. Letztere Art kommt in einer ähnlich ungewöhnlichen Umgebung vor, die ebenfalls stark vor Wellenenergie geschützt ist, nämlich in der Sebakor-Bucht in Fakfak, West-Papua, und wurde ebenfalls nur in Tiefen unterhalb von 35 m beobachtet (im Gegensatz zu E. oculineata, die regelmäßig bereits in 3 m Tiefe und selten tiefer als 20 m anzutreffen ist).
Allgemeines zur Art:
Eviota ist eine Gattung sehr kleiner Meeresgrundeln. Eviota-Arten sind sehr klein und erreichen meist Längen von ca 12 bis 40 mm. Sie kommen im Roten Meer und im tropischen Indopazifik, bis nach Japan, östlich auch bis Hawaiii vor. Verbreitungsschwerpunkt ist das Korallendreieck wo zahlreiche endemische Arten aber auch viele noch unbeschriebene Arten vermutet werden. Derzeit sind schon deutlich über 110 Arten bekannt und des werden immer mehr.
Bei einer Haltung im Meerwasseraquarium sollte unbedingt auf den Beibesatz geachtet werden, zu große Tiere verschrecken die kleine Grundel oder sehen sie als einen netten Zwischenhappen an.
Diese Art Grundel ist für kleine Nanobecken gut geeignet und ihr interessantes Verhalten lädt zu schönen Beobachtungen ein.
Referenz: Greenfield D.W., Brooks, W.M. & Erdmann, M.V. (2026) Eviota kathyae, a new dwarfgoby from the unique volcanic fjords of Tufi, Papua New Guinea (Teleostei: Gobiidae). Journal of the Ocean Science Foundation, 46, 1–8.
Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.
https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#
Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!
Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?
Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:
- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?
- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?
- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?
- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?
- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?
- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?
- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?
- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?
- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)
Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.






Dr. Mark Van Nydeck Erdmann (Conservation International Advertisement), Indonesien