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Ostorhinchus sinus Kardinalbarsch

Ostorhinchus sinus wird umgangssprachlich oft als Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii

Foto: Marquesas-Inseln, Französisch-Polynesien

/ 26.04.1971 / 8.1 SL, 10.7TL
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. John Ernest (Jack) Randall (†), Hawaii . Please visit hbs.bishopmuseum.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17783 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Ostorhinchus sinus 
Umgangssprachlich:
Kardinalbarsch 
Englisch:
Recess Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Kurtiformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Ostorhinchus (Gattung) > sinus (Art) 
Erstbestimmung:
(Randall, ), 2001 
Vorkommen:
Französisch-Polynesien, Marquesas-Inseln 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 2 Meter 
Habitate:
Buchten, Felsenriffe, Flache Riffe, Gezeitentümpel / Felsenpools, Korallenriffe 
Größe:
8,5 cm - 10 cm 
Temperatur:
16°C - 29°C 
Futter:
Fischeier, Fischlarven, Fischbrut, Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-10-10 16:32:29 

Haltungsinformationen



Sehr geehrte Frau Adamsen,

Ostorhinchus sinus ist ein bass grau-brauner Kardinalbarsch, der sieben horizontal verlaufende dunklen Streifen zeigt, von denen fünf den Ansatz der Schwanzflosse erreichen.

Die von Dr. Randall gesammelten Exemplare wurden in sehr flachem Wasser (eines davon in einem Gezeitentümpel) an der Spitze tiefer Buchten gefangen.

Von diesem Kardinalbarsch sind nur sehr wenige Fotos vorhanden, die lebende Fische zeigen, zwei Tiere, vermutlich ein Paar, ist im Aufsatz "Delrieu-Trottin et al. Shore fishes of the Marquesas Islands, an updated checklist" auf Seite 9 zu sehen, Fotograf: Yann Hubert.

Allen Liebhabern von Kardinalbarschen und Interessierten empfehlen wir den kostenlosen Download des Standartwerks "Cardinalfishes of the World" von Rudie H. Kuiter, den Link haben wir unter "Weiterführende Links" hinterlegt.

Synonym: Apogon sinus Randall, 2001 · unaccepted



Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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